Red Hat bleibt hinter den Erwartungen zurĂĽck

Der Linux-Distributor enttäuscht mit einem leichten Nettoverlust die Analysten.

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Linux-Distributor Red Hat hat im vergangenen vierten Quartal seines Geschäftsjahres, das am 28. Februar endete, die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen können. Der Umsatz stieg zwar gegenüber dem Vorquartal um sieben Prozent und gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 40 Prozent auf 25,9 Millionen US-Dollar; den Verlust konnte das Unternehmen von 42 Millionen auf 56.000 US-Dollar eindämmen. Allerdings waren Analysten davon ausgegangen, dass bei Red Hat nun unterm Strich schwarze Zahlen herauskommen würden.

Im dritten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres konnte Red Hat erstmals in der Unternehmensgeschichte einen Nettogewinn einfahren. Im gesamten vergangenen Geschäftsjahr setzte Red Hat rund 91 Millionen US-Dollar um gegenüber 79 Millionen US-Dollar ein Jahr zuvor. Der Nettoverlust betrug 6,4 Millionen US-Dollar oder 4 US-Cent pro Aktie; ein Jahr zuvor waren es 140 Millionen US-Dollar Miese. Für das aktuelle Quartal erwartet Red Hat nun eine Umsatzsteigerung auf 27 Millionen bis 27,5 Millionen US-Dollar und einen Nettogewinn von 1,3 Millionen bis 2,5 Millionen US-Dollar.

Zu den Umsatzsteigerungen und den schwarzen Zahlen soll auch Red Hat 9 beitragen, das voraussichtlich ab dem 7. April in den Läden und über Red Hats Online-Shop erhältlich sein wird. Zahlende Mitglieder des Red Hat Networks können dagegen die ISO-Images der Distribution bereits ab dem 31. März auf den Webseiten von Red Hat bekommen -- ein Zeichen dafür, dass Red Hat alle Möglichkeiten ausschöpfen will, Nutzer der eigenen Linux-Distribution auch zu zahlenden Kunden zu machen. (anw)