Nvidia lässt GeForce-Chips von IBM fertigen
Der Grafikchip-Spezialist wird künftig nicht von TSMC als alleinigem Auftragshersteller abhängen.
IBM wird künftig Grafikchips für Nvidias GeForce-Modelle produzieren. Nvidia-Sprecher Derek Perez begründet die Entscheidung seines Unternehmens damit, man wolle die Kapazitäten ausbauen und nicht von einem Chiphersteller abhängig sein. Alleiniger Auftragshersteller ist derzeit der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger (Foundry), Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC).
Die Einführung des neuen Prozessors GeForce FX musste verschoben werden, nachdem TSMC wegen der Umstellung von der 0,18- auf 0,13-Mikrometer-Architektur die Produktion zeitweise eingestellt hatte, heißt es in Medienberichten. Die GPUs sollen ab diesen Sommer in einer 300-mm-Wafer-Fabrik in Fishkill im Bundesstaat New York gefertigt werden. Die finanziellen Konditionen und die Laufzeit für Auftragsfertigung haben IBM und Nvidia nicht bekannt gegeben. Damit nur niemand auf die Idee kommt, da könnte ein lukratives Geschäft flöten gehen, sieht sich TSMC immerhin dazu veranlasst, mit der Versicherung an die Öffentlichkeit zu gehen, man bleibe trotz der Vereinbarung zwischen Nvidia und IBM der primäre Foundry-Partner des Grafikchip-Spezialisten. (anw)