Mandrake Linux 9.1 läuft jetzt auch auf dem Power Mac

Mandrake Linux 9.1 "Bamboo" for PowerPC Processors heißt die Mac-Version der Linux-Distribution aus dem Hause Mandrake, die gestern erschienen ist, offiziell.

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Mandrake Linux 9.1 "Bamboo" for PowerPC Processors heißt die Mac-Version der Linux-Distribution aus dem Hause Mandrake, die gestern erschienen ist, offiziell. Alle Features der regulären Mandrake-Version 9.1 seien enthalten, meldet die Website, inklusive der Kompatibilität zu ZeroConf (jenem Netzwerk-Standard, der bei Apple Rendezvous heißt) und WLAN-Vernetzung laut Wi-Fi-Spezifikation.

Der Linux-Kernel basiert auf Version 2.4.21 und bringt unter anderem den X-Server XFree86 4.3.0, die grafischen Oberflächen KDE 3.1 sowie GNOME 2.2, das Büropaket OpenOffice.org 1.0.2, den Web-Browser Mozilla 1.3, den http-Server Apache 2 und den SMB-Netzwerkserver Samba 2.2.7 mit.

Darüber hinaus gibt es einige Mac-spezifischen Funktionen, etwa ein Modul namens "MOL" (Mac-On-Linux), welches Mac-OS- und Mac-OS-X-Programme unter Mandrake Linux ausführt, wahlweise im X-Fenster oder im Fullscreen-Modus. Apples Funktionstasten auf den PowerBooks und iBooks wie etwa die Lautstärke- oder Helligkeitsregler würden ebenso unterstützt wie der Ruhezustand der tragbaren Macs. Überhaupt sei Mandrake Linux kompatibel zur "neuesten Apple-Hardware". Das Betriebssystem lässt sich auf Rechnern mit G3- oder G4-Prozessor sowie auf älteren Maschinen mit PPC-604-CPU installieren, wenngleich nur auf jenen, die einen PCI-Bus an Bord haben. Alte NuBus-Maschinen werden auch dann nicht unterstützt, wenn sie per Prozessor-Upgrade aufgewertet wurden. Im Übrigen läuft Mandrake Linux auch auf IBMs RS/6000-Rechnern.

Das Linux-Paket kann man wahlweise von der Hersteller-Site downloaden oder auf drei CDs für 35 Euro bestellen.

Seit Apples eigenes Betriebssystem Mac OS X auf einem BSD-Unix basiert, finden Linux-Distributionen für den Mac nur noch relativ wenig Liebhaber. Mancher Mac-Besitzer installiert eine solche auf einem älteren Rechner, um diesen zum Server umzufunktionieren. Mac OS X unterstützt offiziell nur G3- und G4-Macs. (se)