Medienmogul Diller verklagt Vivendi Universal Entertainment
Laut Vivendi bezieht sich die Klage des Ex-Vivendi-Managers auf alte Verträge zwischen Vivendi und USA Interactive zur Gründung von Vivendi Universal Entertainment.
Der Chef der amerikanischen Internet- und TV- Shopping-Firma USA Interactive, Barry Diller, verklagt das Unterhaltungsunternehmen Vivendi Universal Entertainment auf die Zahlung von 620 Millionen Dollar Vertriebsgebühren. Der Manager hat Beschwerde bei der Börsenaufsicht SEC eingereicht, wie am Donnerstag bekannt wurde.
Vivendi Universal reagierte gelassen auf die Klage von Diller, der im März als Chef von Vivendi Universal Entertainment, der US-Unterhaltungssparte des hoch verschuldeten französischen Mischkonzerns, zurückgetreten war. Der Konzern sei "zuversichtlich", dass Dillers Schritt jeglicher Grundlage entbehre und zudem die Pläne des Konzerns, sich von der US-Unterhaltungssparte zu trennen, nicht torpedieren werde. Laut Vivendi bezieht sich die Klage auf alte Verträge zwischen Vivendi und USA Interactive zur Gründung von Vivendi Universal Entertainment.
In den letzten Tagen waren GerĂĽchte lautgeworden, laut denen der US-Computerkonzern Apple an der Vivendi-Entertainment -Sparte interessiert sei. Apple-Chef Steve Jobs hat jĂĽngst Spekulationen dementiert, wonach der Konzern bereits ein Angebot ĂĽber 6 Milliarden Dollar unterbreitet habe. (dpa)/ (tol)