Deutscher Softwarehändler vertreibt jetzt auch LindowsOS

Ein deutscher Großhändler übernimmt als zweiter Partner in Europa den Vertrieb von LindowsOS, das Windows- und Linux-Programme unter eine Oberfläche bringen will.

vorlesen Druckansicht 94 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Sebastian Eckel

Die Steckenborn e-com GmbH ist in Deutschland erster offizieller Vertriebspartner für die Linux-Distribution LindowsOS, die nach Ansicht des Herstellers besonders gut für Windows-Umsteiger geeignet sein soll. E-com bietet das Programm in einer Box- und einer Schulversion an. Die LindowsOS-Version 3.0 kommt mit Suns Office-Paket StarOffice 6 und einem Jahr Voll-Mitgliedschaft im "Click-N-Run Warehouse". Dort werden ihm laut Anbieter Hunderte von Programmen kostenlos für die einfache Installation angeboten. LindowsOS ist allerdings weiterhin nur in englischer Sprache erhältlich. Bisher hat nur das schottische Unternehmen Europc Lindows-basierende PCs für den deutschen und europäischen Markt angeboten.

Lindows.com hat im Jahr 2001 die erste Version seiner Linux-Distribution auf den Markt gebracht. Gründer und Chef der Firma ist der ehemalige "Musik-Rebell" Michael Robertson, der mp3.com auf den Weg brachte. Lindows soll die Ausführung von Windows- und Linux-Programmen unter einer einheitlichen Oberfläche ermöglichen. Für den Namen "Lindows" wurde das Unternehmen vom Softwareriesen Microsoft verklagt. Bis zum heutigen Tag hat Microsoft aber nur Niederlagen einstecken müssen. Mittlerweile wird vor Gericht über eine Streichung der Marke "Windows" verhandelt, die auf Microsoft eingetragen ist.

Michael Robertson grĂĽndete mp3.com 1997. Nach langen Querelen und Gerichtsverhandlungen mit der Musikindustrie ĂĽbernahm Vivendi Universal die Musikplattform. Robertson, als publicity- ebenso wie als streitfreudig bekannt, grĂĽndete danach Lindows.com. (see)