EMI tauscht "Un-Mensch" gegen "Mensch"
Bei Abspielproblemen mit der geschützten Grönemeyer-CD zeigt sich das Label kulant: Einige Kunden erhielten im Austausch bereits eine Hybrid-SACD.
Wenn "Mensch" nicht spielen will, liegt es manchmal am Kopierschutz der neuen Grönemeyer-Scheibe. Dieser greift nicht nur in Computerlaufwerken -- die CD will auch in manchem Auto nicht erklingen. Nun berichten Kunden, die sich deshalb bei dem verantwortlichen Label EMI beschwert haben, dass sie im Austausch gegen ihre Un-CD eine SACD-Version der Grönemeyer-Scheibe erhalten hätten.
Beschwerden an info-emi@emimusic.de wurden bis heute umgehend mit einer freundlichen E-Mail beantwortet: "Wenn Sie möchten, können Sie uns Ihre CD an unsere unten angegebene Adresse senden und wir tauschen Ihre CD gegen eine Grönemeyer Hybrid-CD aus." Die Hybrid-CD enthält auf der ersten Schicht hochauflösende Audio-Informationen im neuen Super-Audio-CD-Format, auf der zweiten Schicht eine herkömmliche Audiospur -- jedoch ohne Kopierschutz.
Auf Nachfrage von heise online bestätigte EMI den Umtausch: "Bereits im Oktober haben wir Kunden, die sich mit Abspielproblemen an uns gewandt haben, den Austausch mit einer neueren "Mensch"-Version mit überarbeitetem Kopierschutz zugesichert", sagte Carl Mahlmann, Chef des Bereichs Business Planning bei EMI. "Der neue Schutz soll die Probleme im Car-Audio-Bereich lösen". Das neue Kopierschutzverfahren sei aber nicht planmäßig fertig geworden, daher habe die Abteilung Consumer Relations ersatzweise die Hybrid-CDs verschickt.
Wer sich gar nicht erst über Un-CDs ärgern möchte, sollte vor dem Kauf darauf achten, dass die gewünschte Scheibe keinen Kopierschutz enthält. Hilfestellung gibt das c't-CD-Register unter www.cd-register.de. Dort finden Musikliebhaber auch Informationen, welche Laufwerke welche CDs verdauen und welche nicht. (sha)