Lexmark stellt neue Kombi-Geräte vor

Lexmark versucht mit sechs neuen Druckermodellen seinem ärgsten Konkurrenten Hewlett-Packard Marktanteile streitig zu machen.

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Von
  • Oliver Lau

Druckerspezialist Lexmark hat in dieser Woche insgesamt sechs neue Geräte vorgestellt. Drei davon sind Kombis, mit denen man drucken, scannen, faxen und kopieren kann, zwei sind Fotodrucker und einer ist ein reiner Tintendrucker.

Bei den drei Kombi-Geräten handelt es sich um den X6170 für voraussichtlich 249 Euro, den X6150 für 199 Euro und den ohne Faxmodul ausgestatteten PrinTrio X1150 für 99 Euro. Die Fotodrucker werden für schätzungsweise 99 Euro (P707 Photo Jetprinter), 79 Euro (Z705 Photo Jetprinter) und 49 Euro (Z605 Color Jetprinter) zu haben sein.

Herstellerangaben zufolge bedruckt der X6170 Papier mit 4.800 mal 1.200 Punkten pro Zoll und schafft 19 Seiten in Schwarz-WeiĂź beziehungsweise 15 Seiten in Farbe pro Minute. Er wird mit einem DokumentenzufĂĽhrung ausgerĂĽstet sein, die beim ansonsten gleich ausgestatteten X6150 fehlt. Der PrinTrio druckt ebenfalls mit 4.800 mal 1.200 Punkten pro Zoll.

Der P707 soll 17 Schwarz-Weiß-Seiten pro Minute in 4.800 mal 1.200 Punkten pro Zoll bedrucken können. Fotopapier bedruckt er randlos aus sechs Farbpatronen. Ein 10 mal 15 Zentimeter großes Foto soll in rund einer Minute fertig sein. Der Drucker ist mit mehreren Einschüben für Speicherkarten (CompactFlash, Memory Stick, Multimedia Card, Secure Digital und IBM Microdrive) ausgestattet.

Der Z705 soll die gleichen Leistungsmerkmale wie sein größerer Bruder Z707 haben, aber ohne Einschübe für Speicherkarten ausgerüstet sein. Der Z605 druckt mit 4.800 mal 1.200 Punkten pro Zoll und schafft 14 Seiten im Schwarz-Weiß-Druck pro Minute.

Damit setzt man bei Lexmark die Strategie fort, Hewlett-Packard auf dem Druckermarkt Anteile wegzunehmen. Bereits im letzten Jahr hatte Lexmark den Konkurrenten HP als Druckerlieferant für Dell verdrängt.

Noch im Jahr 2002 war HP US-Marktführer bei Kombi-Geräten und Tintendruckern, dicht gefolgt von Lexmark. Das geht aus einer Studie des Marktforschers Gartner Dataquest hervor. HP soll demzufolge einen Anteil von 50 Prozent unter den Tintendruckern (Lexmark: 19 Prozent) und von 52 Prozent bei den Kombi-Geräten (Lexmark: 36 Prozent) gehabt haben. Der Kampf um die Marktanteile zieht sich nun schon seit fünf Jahren hin. Lexmark konterte neue Produkte von HP immer wieder mit vergleichbaren, aber preisgünstigeren Geräten oder zum selben Preis mit etwas besserer Ausstattung. Bei HP wusste man dem stets etwas entgegenzusetzen. HP besitzt einfach die stärkere Marke, meint Gartner-Analyst David Haeuter, und deshalb wäre es Lexmark schwergefallen, sich dauerhaft zu behaupten.

Das Geschäft mit den Kombi-Geräten ist das zurzeit am schnellsten wachsende. Die bislang hohen Margen beim Verkauf drohen aber mit fallenden Preisen zu sinken. Im Jahr 2002 wurden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 172 Prozent mehr dieser Geräte verkauft, hat man bei Gartner Dataquest ermittelt. Das laufe auf insgesamt 4,4 Millionen verkaufter Geräte im Jahr 2002 hinaus. Im Jahr 2003 sollen es acht Millionen werden. (ola)