Telekom will in den USA profitabler werden

Mit Kosteneinsparungen will Telekom-Chef René Obermann die Profitabilität des USA-Geschäfts verbessern. Andererseits müsse die Telekom aber auch den Ausbau des 3G-Netzes in den Staaten vorantreiben. Gegenüber AT&T und Verizon liege man hier zurück.

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  • Peter-Michael Ziegler

Telekom-Chef René Obermann will die Profitabilität in den USA weiter verbessern. Bereits zur Jahreshälfte hatte der Konzern mit einer Reihe von Kosteneinsparungen die Marge des US-Geschäfts aufgepolstert. "Wir denken, dass sich das in den nächsten Monaten fortsetzen wird", sagte Obermann am Donnerstag auf einer Konferenz in New York. Wegen Schwierigkeiten vor allem in den USA und Großbritannien hatte die Telekom im April ihre Prognose herunterschrauben müssen. Der Konzern sei nun aber auf gutem Wege, die neuen Ziele zu erreichen, sagte Obermann.

Die Telekom hat als Nummer Vier auf dem US-Mobilfunkmarkt einen schweren Stand. Die Wettbewerbsfähigkeit in den USA zu stärken sei derzeit eines der Kernthemen für den Konzern, sagte Obermann. "Die USA sind immer noch ein attraktiver Markt." Zu Spekulationen über eine mögliche Übernahme des US-Anbieters Sprint Nextel lehnte Obermann jeden Kommentar ab.

Die Telekom müsse mit dem Ausbau ihres 3G-Netzes weiterkommen. "Wir sind im Vergleich zu AT&T und Verizon ein bisschen hinterher", gab Obermann zu, bekräftigte aber, dass bis zum Jahresende 200 Millionen potenzielle Mobilfunknutzer mit dem Netz erreicht werden sollen. Die Nachfrage nach mobilem Internet wachse schnell und werde den Umsatzrückgang bei den traditionellen Sprachdiensten künftig mehr als ausgleichen. (dpa) / (pmz)