Microsoft und ETH Zürich setzen Barrelfish frei

Zusammen mit der ETH Zürich hat Microsoft die erste Version des gemeinsam entwickelten Betriebssystems Barrelfish freigegeben.

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Von
  • Ralph Hülsenbusch

Unter BSD-Lizenz steht die erste Version des neuen Betriebssystems Barrelfish, das Forscher an der ETH Zürich zusammen mit Microsoft Research im britischen Cambridge entwickelt haben – ausschließlich zu Forschungszwecken. Beim Konzept hat das Team den Schwerpunkt auf Systeme mit mehreren Prozessorkernen gelegt. Barrelfish ist in C geschrieben, maschinennahe Teile sind in Assembler programmiert. Die Forscher wollen damit vor allem Betriebssystemkonzepte für die kommende Hardware erproben.

Ähnlich wie bei Microsofts Helios-Projekt folgt Barrelfish dem Prinzip nachrichtengesteuerter verteilter Systeme, im Unterschied zu solchen, bei denen mehrere Prozessoren respektive deren Kerne unter einem Betriebssystem laufen und gemeinsam die vorhandenen Ressourcen nutzen. Barrelfish baut auf einem Multikernel (PDF-Datei) auf, bei dem jeder Prozessor einen eigenen Speicher nutzt.

Microsoft arbeitet inzwischen an mehreren Betriebssystemprojekten: neben Barrelfish an Singularity, Helios und dem Browser-OS Gazelle. (rh)