Bericht: Telekom bekommt grünes Licht für Erhöhung der Grundgebühren

Die Deutsche Telekom darf die Grundgebühren für analoge Anschlüsse noch in diesem Sommer um etwa einen Euro erhöhen, heißt es in einem Bericht des Focus.

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Die Deutsche Telekom darf die Grundgebühren für analoge Telefonanschlüsse noch in diesem Sommer um etwa einen Euro erhöhen. Dies berichtet Focus in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf Bonner Branchenkreise. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) veröffentlicht die Entscheidung demnach erst am Mittwoch. Bei 28,9 Millionen analogen Anschlüssen könnte die Telekom ihren jährlichen Umsatz um etwa 350 Millionen Euro steigern. Die Regulierer kämen damit der EU-Kommission entgegen, die der Telekom die Benachteiligung der Konkurrenz durch nicht kostendeckende Tarife vorwirft. Deshalb hatte die EU jüngst ein Bußgeld von 12,6 Millionen Euro verhängt.

Laut Focus hilft die Deutsche Telekom mit der Erhöhung allerdings auch unfreiwillig den Anbietern günstiger Ortsgespräche: So müssten Call-by-Call-Anbieter bei einer Grundgebühr auf kostendeckendem Niveau nicht mehr die zusätzliche Leitungsmiete von 0,4 Cent je Minute zahlen, mit denen die Telekom ab 1. Juli an ihrem Verlust beteiligen wollte.

Die bisherige Grundgebühr von 13,72 Euro bezeichnet die Telekom als "historische Altlast". Der Anschlusspreis habe nie wirtschaftlichen Kriterien entsprochen. Die Preis-Kosten-Schere hatte die Regulierungsbehörde unlängst im Durchschnitt auf 1,40 Euro beziffert. Es wird über zwei Möglichkeiten spekuliert, das Problem aus der Welt zu schaffen: Entweder werde die TAL-Miete weiter abgesenkt oder die Grundgebühr erhöht. Allerdings muss sich die Telekom nahezu alle Preise von den Regulierern genehmigen lassen.

Siehe dazu auch: (nij)