Nächster Baan-Hof: General Atlantic/Cerberus
Ein paar Tage später als erwartet hat das Barnevelder Softwarehaus Baan einen neuen Eigentümer zu vermelden.
Ein paar Tage später als erwartet hat das Barnevelder Softwarehaus Baan einen neuen Eigentümer zu vermelden. Ein privates Investmentkonsortium, bestehend aus General Atlantic Partners und der Fondgesellschaft Cerberus, hat sich den niederländischen Betrieb für 135 Millionen US-Dollar einverleibt. Nach eigenen Aussagen verwalten die beiden Geldgeber zusammen rund 14 Milliarden US-Dollar eigenes Kapital, das im Wesentlichen in IT-Unternehmen, außerdem in der Firma SSA Global Technologies steckt. Letztere produziert Lösungen zur Prozesssteuerung und Herstellungsplanung in Industrieanlagen und soll mit Baan verschmelzen, um dann einen Jahresumsatz von 160 Millionen US-Dollar zu erwirtschaften.
Baans bisheriger Alleinaktionär, der britische Konzern Invensys, hatte im April erklärt, er wolle das Unternehmen verkaufen und auf seiner Hauptversammlung im Mai Näheres bekannt geben. Invensys hatte den damals konkursbedrohten niederländischen Hersteller von Unternehmenssoftware seit der Übernahme im Jahr 2000 zum Preis von 760 Millionen Euro zwar ins eigene Leistungsspektrum integriert, aber bislang nicht in die Gewinnzone führen können. Mittlerweile steht Baan vor der Vorstellung einer neuen Software-Generation, Invensys musste aber trotzdem einen Rekordverlust von über zwei Milliarden Euro, genau: 1,44 Milliarden britischen Pfund verbuchen. Ein Teil dieses Verlustes, nämlich 585 Millionen, resultiert aus einer niedrigeren Bewertung des Baan-Eigentums, sodass die Verzögerung der Verkaufsabwicklung durchaus erklärlich scheint. (hps)