Brandenburg räumt weitere Hürde für Chipfabrik beiseite [Update]
Die Landesregierung hat angeblich zugestimmt, dass der Hauptinvestor Dubai zu einem späteren Zeitpunkt die Anteile des Landes Brandenburg kaufen kann.
Die brandenburgische Landesregierung hat nach Informationen der Märkischen Oderzeitung eine weitere Hürde beim Bau einer Chipfabrik in Frankfurt (Oder) aus dem Weg geräumt. Sie habe zugestimmt, dass der Hauptinvestor Dubai zu einem späteren Zeitpunkt die Anteile des Landes Brandenburg kaufen kann, schreibt das Blatt am Mittwoch. Dubai soll dies zur Bedingung gemacht haben, um weitere 210 Millionen US-Dollar seines Eigenkapitals freizugeben. Regierungssprecher Manfred Füger wollte dies der Zeitung zufolge nicht bestätigen. Er sagte lediglich: "Das Kabinett hat sich mit dem Fortgang des Projektes Chipfabrik beschäftigt."
Mittlerweile bestätigte der Sprecher des Chipfabrik-Betreibers Communicant, Wulf Buschardt, dass für den Bau der Chipfabrik am morgigen Donnerstag mit dem Emirat Dubai ein Vertrag zur Einzahlung des restlichen Eigenkapitals unterzeichnet werden soll. Dies sei ein weiterer wichtiger Schritt zur Sicherung der Gesamtfinanzierung und für den Baufortgang.
Nach Informationen der Zeitung wollen die Investoren Dubai, Intel und das Land den Vertrag für die endgültige Freigabe des Eigenkapitals jedoch schon am Mittwoch unterzeichnen. Die Landesinvestitionsbank Brandenburg (ILB) verwaltet das Landeskapital von 38 Millionen US-Dollar. Das Geld aus Dubai solle damit schon in der kommenden Woche verfügbar sein. Mit dem Vertragsabschluss werde die Voraussetzung geschaffen, dass die Betreiberfirma Communicant die Fortführung der Baumaßnahmen auf dem Gelände der Chipfabrik einleiten kann, hieß es.
Das 1,3 Milliarden US-Dollar teure Hightech-Projekt ist eines der wichtigsten Industrievorhaben in Ostdeutschland. Die Bauarbeiten sind seit Monaten unterbrochen und sollen erst nach erfolgreichen Finanzierungsverhandlungen wieder beginnen. (dpa) / (jk)