Ex-WorldCom-Chef Ebbers soll bei Bilanzfälschung mitgemischt haben

Der ehemalige WorldCom-Chef soll am Bilanzfälschungsskandal beteiligt gewesen sein.

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Der ehemalige WorldCom-Chef Bernard Ebbers soll am milliardenschweren Bilanzfälschungsskandal bei dem US-amerikanischen Telecom-Konzern beteiligt gewesen sein. Zu diesem Schluss werde ein lange erwarteter Bericht über den größten Bilanzbetrug der US-Geschichte erscheinen, berichtet das Wall Street Journal. WorldCom hatte seine Gewinne seit 1999 zu hoch ausgewiesen und befindet sich in einem Insolvenzverfahren.

Der Bericht sei von einem unabhängigen Untersuchungsausschuss erstellt worden, den das Unternehmen in Auftrag gegeben habe. Dieser sei von William McLucas von der Anwaltsfirma Wilmer Cutler & Pickering geführt worden. Der Bericht werde am Montag veröffentlicht. Er zeige, wie das Unternehmen von 1999 an Bilanzbetrug anwandte, um rund 11 Milliarden US-Dollar Verluste zu verschleiern. Dabei werde die Rolle interner und externer Bilanzprüfer sowie des Vorstands beleuchtet. Ebbers hatte bislang jede Beteiligung am Bilanzbetrug bestritten.

Am Montag erscheint auch ein weiterer Bericht, in dem die Kanzlei Kirkpatrick & Lockhart im Auftrag des Konkursgerichts beleuchtet, wie WorldCom insolvent wurde. Das Unternehmen war einst einer der größten Wall-Street-Stars. Die Insolvenz hat die Aktionäre wegen des abgestürzten Aktienkurses mehr als 180 Milliarden US-Dollar gekostet. WorldCom firmiert inzwischen als MCI und will im Herbst aus dem Insolvenzverfahren herauskommen. (anw)