Tamtam um Tauschbörsen-Neuling
Die Betreiber der P2P-Dienstes "Earth Station 5" wollen mit unzähligen Features, sicherem und anoynmem Dateiaustausch und mit markigen Sprüchen auf ihr Angebot aufmerksam machen.
"The next revolution of P2P file sharing is here. Resistance is futile" -- mit markigen Sprüchen und angeblich Investitionen in Höhe mehrerer Millionen US-Dollar für die Entwicklung, 70 fest angestellten Entwicklern, über einem Jahr Entwicklungs- und viermonatiger Beta-Phase wollen die Betreiber ihren jüngst in die Öffentlichkeit entlassenen P2P-Filesharing-Dienst Earth Station 5 (ES5) an die Spitze der Tauschbörsen-Landschaft bringen. Ob die Angaben nun wahr oder doch zumindest ein wenig übertrieben sind, ES5 ist bereits in aller Munde. Der Grund dafür ist, dass die Entwickler, die angeblich vom palästinensischen Flüchtlingslager Jenin aus operieren, weitgehend sicheres und anonymes Filesharing versprechen. Tatsächlich wickelt ES5 Downloads per HTTP/GET ab, auf Wunsch allerdings verschlüsselt über SSL (HTTPS). So wird verhindert, dass Dritte (etwa der Provider) den Datenverkehr abhören. Zudem bringt der Einsatz von Secure Proxies ein gewisses Maß an Anonymität -- die Transfergeschwindigkeit geht dadurch allerdings in den Keller.
Schenkt man den Aussagen des ES5-Sprechers Steve Taylor gegenüber US-amerikanischen Medien Glauben, so hat Earth Station 5 bereits 190.000 Anwender, was angesichts der erst kurzen Verfügbarkeit eine enorme Wachstumsrate wäre. Da sich die Zahlen aber nicht belegen lassen, wird es die Zeit erweisen, ob ES5 das Zeug zu einer festen Größe neben Kazaa, Gnutella, eDonkey und Bittorrent hat.
Aber auch jenseits des reinen Filesharing geizt ES5 nicht mit Features: in die Anwendung integriert ist ein Videochat über Netmeeting sowie eine Dating-Line, sodass der/die Tauschbörsianer(in) nicht nur nach Musik und Videos oder Software, sondern auch gleich noch nach dem/der Traumpartner(in) Ausschau halten kann. (vza)