Erneut Rücktritte von MCI/Worldcom-Managern

Nicht nur Worldcom-Gründer Bernard Ebbers war in den Bilanzskandal verwickelt, es wussten offenbar auch noch weitere Personen aus der Führungsriege davon.

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Von
  • Torge Löding

Die guten ins Töpfchen, die schlechten ... Nach dem großen Bilanzskandal beim US-Telecomkonzern MCI/Worldcom und der Eröffnung des Insolvenzverfahrens hatte der Vorstand eine Selbstreinigung versprochen, in deren Verlauf er sich von allen in den Skandal verstrickten Managern trennen wollte. In einem am Montag veröffentlichten Bericht kam nun aber heraus, dass nicht nur Worldcom-Gründer Bernard Ebbers in den Skandal verwickelt war, sondern offenbar auch noch weitere Personen aus der Führungsriege davon wussten.

In Folge der Berichtsveröffentlichung sind nun jedenfalls erneut zwei Personen aus dem MCI-Management zurückgetreten: Schatzmeisterin Susan Mayer und der Chefanwalt Michael Salsbury. Beide räumten ihre Posten mit der Begründung, den Rettungsversuch von MCI nicht durch eine laufende Untersuchung gegen ihre Person gefährden zu wollen, meldet das Wall Street Journal.

Der Bericht war von einem unabhängigen Untersuchungsausschuss erstellt worden, den das Unternehmen in Auftrag gegeben hat, durchgeführt von der Anwaltsfirma Wilmer Cutler & Pickering. Er zeigt auf, wie das Unternehmen von 1999 an Bilanzbetrug anwandte, um rund 11 Milliarden US-Dollar Verluste zu verschleiern. In dem Bericht wird die Rolle interner und externer Bilanzprüfer sowie des Vorstands beleuchtet. Ebbers hatte zuvor jede Beteiligung am Bilanzbetrug bestritten. (tol)