Intershop-Gründer erhöht Anteile am Unternehmen
Intershop-Gründer und Vorstandschef Stephan Schambach hat durch einen Aktientausch seinen Einfluss auf das börsennotierte Software-Unternehmen weiter vergrößert.
Intershop-Gründer und Vorstandschef Stephan Schambach hat durch einen Aktientausch seinen Einfluss auf das börsennotierte Software-Unternehmen weiter vergrößert. Er erhöhte seinen Anteil am Grundkapital der Jenaer Intershop AG von knapp neun auf 19,26 Prozent, heißt es bei der Firma. Vorgenommen worden sei ein Aktientausch von der Intershop-Tochter in den USA in Stammaktien der Muttergesellschaft. Schambach hatte bereits im vergangenen Jahr sein Aktienpaket durch einen Griff in die Privatkasse erhöht.
Der Tausch der Anteilsscheine von der US-Firma wurde nach Unternehmensangaben im Januar 2002 angekündigt. Für die Transaktion seien rund 2,5 Millionen neue Inhaberaktien der deutschen Aktiengesellschaft ausgegeben worden. Nach der Übertragung des Pakets sei die US-Gesellschaft eine 100-prozentige Intershop-Tochter.
Der Firmengründer hatte im März 2002 rund zehn Millionen Euro in neu ausgegebenen Stammaktien investiert und damit frisches Geld in die Unternehmenskasse gebracht. Derzeit ist das Unternehmen auf Investorensuche, um seine nach Verlusten geschrumpften liquiden Mittel aufzustocken.
Intershop mit derzeit rund 450 Angestellten leidet unter der Investitionszurückhaltung der Industrie bei der Umstellung auf neue Systeme zur elektronischen Abwicklung von Geschäftsprozessen. In den ersten drei Monaten 2003 hatte sich der Umsatz mit 6,4 Millionen Euro im Vergleich zum vierten Quartal nahezu halbiert. Der Verlust auf EBITDA-Basis betrug 7,2 Millionen Euro. Intershop rechnet für das Gesamtjahr nach bisherigen Prognosen mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau von etwa 45 Millionen Euro. (dpa) / (jk)