Start-up will synthetische Biologie industrialisieren

Die US-NeugrĂĽndung Ginkgo BioWorks bietet Industrie- und Forschungskunden Bauteile fĂĽr kĂĽnstliche Organismen an.

vorlesen Druckansicht 62 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

In einem Lagergebäude in Boston, eingepfercht zwischen einem Trockendock für Kreuzfahrtschiffe und dem Hauptquartier der US-Bäckereikette "Au Bon Pain", sitzt Ginkgo BioWorks, ein neues Biotech-Start-up, das die synthetische Biologie einfacher machen will als Brotbacken. Die Firma, die von fünf MIT-Wissenschaftlern gegründet wurde, bietet ihren Kunden eine ganz spezielle Dienstleistung, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe: Sie baut auf Abruf biologische Teile zusammen, etwa Stränge spezifischer Gene, die dann in Industrie oder Forschung verwendet werden können.

Die Idee erinnert ein bisschen an Rapid Prototyping im Maschinenbau, nur eben für die Biologie. "Wir stellen das gewünschte Teil her, testen es für den Kunden und erweitern es dann", sagt Reshma Shetty, Mitglied des Gründerteams. "Die Kunden können sich stärker auf das Design konzentrieren, statt sich um Routineaufgaben wie die DNA-Herstellung kümmern zu müssen." Ein sehr einfaches Projekt wie die Produktion zweier DNA-Abschnitte koste dann nur noch 100 Dollar, wird mehr Material benötigt, eben mehr. In der synthetischen Biologie wird versucht, künstliche Organismen, die nützliche Aufgaben erfüllen, systematisch zu entwickeln und herzustellen – unter Verwendung neuester Gentechnik-Werkzeuge.

Mehr zum Thema in Technology Review online:

(bsc)