US-Staaten überlegen Vorgehen gegen PeopleSoft-Übernahme

Einige der Staaten sind selbst PeopleSoft-Kunden und fürchten durch die geplante Konzentration auf dem Sektor der Unternehmenssoftware hohe Zusatzkosten.

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Von
  • Torge Löding

Staatsanwälte aus verschiedenen US-Staaten -- darunter Vertreter aus Texas und Kalifornien -- diskutieren ein eventuelles gemeinsames Vorgehen gegen die von Oracle geplante feindliche Peoplesoft-Übernahme. Nach einem Bericht des Wall Street Journal prüfen die Vertreter, ob es eine rechtliche Grundlage für ein Kartellverfahren gegen Oracle gibt. Einige der Staaten sind selbst Peoplesoft-Kunden und fürchten durch die geplante Konzentration auf dem Sektor der Unternehmenssoftware hohe Zusatzkosten. Connecticuts Staatsanwalt Richard Blumenthal hatte in diesem Zusammenhang bereits vergangene Woche eine Klage eingeleitet.

"Wir haben immer dann großes Interesse, wenn eine Situation eintritt, die Konsumenten, seien es nun einzelne oder Regierungen, zwingen könnte, mehr für ein bestimmtes Produkt auszugeben," sagte Greg Abbott, Generalstaatsanwalt aus Texas. Bill Lockyer aus Kalifornien -- in diesem Staat haben beide Unternehmen ihren Hauptsitz -- erklärte diplomatisch, dass sein Staat bislang keine Pläne für ein juristisches Vorgehen verfolge. (tol)