Wettlauf um die Krone bei TPC-C-Benchmarks
IBM fĂĽhrt wieder die Liste der non-clustered Systems bei den TPC-C-Benchmarks an -- und das nach diversem Hin und Her.
IBM fĂĽhrt wieder die Liste der non-clustered Systems bei den TPC-C-Benchmarks an -- und das nach diversem Hin und Her. Erst schnappt Hewlett-Packard NEC die Krone bei den Benchmarks fĂĽr nicht geclusterte Systeme des Transaction Processing Performance Council weg -- und das nur kurz nachdem NEC den ersten Platz erobert hatte. Dann kommt IBM mit einen Power4-System und schafft die Spitze -- nur um kurz darauf den Platz wieder an Hewlett-Packard abgeben zu mĂĽssen.
Nun schafft es IBM mit einem System, das 32 Power4-CPUs bei 1,7 GHz einsetzt, erneut auf Platz 1: Mit einem Wert von 763.898 tpmC beim TPC-C-Benchmark schafft der IBM-Rechner sogar den Spitzenplatz bei allen Systemen. Er liegt damit auch vor dem nach TPC-C schnellsten Cluster, der ebenfalls von Hewlett-Packard gestellt wurde. HP beherrscht übrigens mit den ersten fünf Plätzen bei den Cluster-Rechnern diese Liste bei den TPC-C-Benchmarks.
Der Performance-Wettlauf bei den TPC-C-Benchmarks ist ĂĽbrigens nicht nur ein Wettlauf der Hardware-Architekturen (IBM setzt auf Power4-Prozessoren, Hewlett-Packard und NEC auf Itanium 2). Auch bei den Software-Systemen unterscheiden sich die Konkurrenten: IBMs Rechner arbeiten mit AIX 5L 5.2 als Betriebssystem, DB2 UDB 8.1 als Datenbank und Tuxedo 8.0 von BEA als Transaktionsmonitor. Zur groĂźen Freude von Microsoft-Chef Steve Ballmer nutzen IBMs Konkurrenten dagegen Redmonder Software: Hewlett-Packard und NEC setzen auf Microsofts Windows Server 2003 und SQL Server 2000 Enterprise Edition 64-Bit aus demselben Haus sowie COM+, ebenfalls von Microsoft, als Transaktionsmonitor.
Im Verhältnis von Performance zum Preis unterscheiden sich die Systeme übrigens nicht besonders: HPs vorheriger Spitzenreiter erreichte bei 707.102 tpmC einen Wert von 8,44 US-Dollar/tpmC, der neue Spitzenreiter von IBM kommt bei 763.898 tpmC auf 8,31 US-Dollar/tpmC. In absoluten Zahlen heißt das: IBMs Rechner kostet 6.349.223 US-Dollar, HPs System 5.967.033 US-Dollar.
Das Transaction Processing Performance Council möchte mit dem TPC-C-Benchmark einen Leistungsvergleich von Datenbank-Servern ganz unterschiedlicher Bauweisen ermöglichen. Der TPC-C ist auf verschiedenen Prozessoren und Betriebssystemen lauffähig, ermöglicht also beispielsweise einen Vergleich von 64- und 32-Bit-Prozessoren oder von Cluster-Systemen mit SMP-Maschinen. (jk)