MCI muss 750 Millionen Dollar Entschädigung zahlen

MCI -- früher WorldCom -- befindet sich nach Bilanzbetrügereien von bis zu elf Milliarden US-Dollar im größten Insolvenzverfahren der US-Wirtschaftsgeschichte.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Der insolvente US-Telecomkonzern MCI -- früher WorldCom Inc. -- muss voraussichtlich insgesamt 750 Millionen US-Dollar an die Geschädigten seiner Bilanzmanipulationen zahlen. Das geht aus Unterlagen hervor, die die amerikanische Wertpapier- und Börsenkommission SEC beim zuständigen Konkursgericht eingereicht hat.

WorldCom befindet sich nach Bilanzbetrügereien von bis zu elf Milliarden US-Dollar im größten Insolvenzverfahren der US-Wirtschaftsgeschichte. Die zweitgrößte US-Ferngesprächsgesellschaft, zudem eine der weltgrößten Internet-Netzwerkbetreiber, führt die Geschäfte inzwischen unter dem Namen MCI weiter. Die SEC hatte WorldCom vor einem New Yorker Gericht wegen der Bilanzbetrügereien in einem Zivilverfahren verklagt.

Mitte Mai einigten sich die Prozessparteien dann außergerichtlich auf die Zahlung von 500 Millionen US-Dollar. Der zuständige Richter hatte aber signalisiert, dass er diese Summe als zu gering bewerte. Daraufhin legten MCI und SEC jetzt einen überarbeiteten Vorschlag vor, der allerdings noch vom zuständigen Gericht gebilligt werden muss. Die zusätzlichen Mittel sollen in Form von Aktien der Nachfolgegesellschaft gezahlt werden, wenn WorldCom aus dem Insolvenzverfahren heraus kommt. (wst)