CeBIT rechnet für 2010 mit stabilen Besucherzahlen

"Gerade in Zeiten konjunktureller Herausforderungen erleben wir eine Menge positiver Reaktionen im Markt", sagte Messe-Vorstand Ernst Raue heute zur Vorstellung Spaniens als Partnerland der CeBIT 2010 in Madrid.

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Die Computermesse CeBIT in Hannover hofft für 2010 trotz der Wirtschaftskrise auf ähnliche Besucherzahlen wie in diesem Jahr. "Gerade in Zeiten konjunktureller Herausforderungen erleben wir eine Menge positiver Reaktionen im Markt", sagte Messe-Vorstand Ernst Raue heute zur Vorstellung Spaniens als Partnerland der CeBIT 2010 in Madrid. Auch wenn vielen Unternehmen angesichts gekürzter Budgets die Teilnahme an Messen schwerfalle, müsse in schwierigen Zeiten investiert werden.

Das CeBIT-Partnerland präsentiert sich in seiner Hauptstadt

So sieht es auch der spanische Staatssekretär für Telekommunikation, Francisco Ros. Für Spanien sei ein Hauptargument für die Beteiligung als Partnerland der CeBIT gewesen, dass die Zeit günstig sei, um globale Märkte zu erschließen. Die CeBIT sei ein einmaliges Schaufenster für spanische Spitzentechnik. Niedersachsens Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) betonte, Spanien weise im Bereich der Informationstechnik eine enorme Dynamik auf. "Wir können einiges von dem Land lernen."

Spanien sei unter den Top 5 der europäischen Hightech-Märkte, sagte Ulrich Dietz vom Branchenverband Bitkom. Vielen deutschen Unternehmen sei das Potenzial in dem Land unbekannt. "Dabei ist es eigentlich das 'Silicon Valley' Europas." Außerdem sei Spanien wegen seiner starken Präsenz in Lateinamerika ein interessanter Kooperationspartner. Hinzu komme, dass Spanien im ersten Halbjahr 2010 die europäische Ratspräsidentschaft innehabe.

Die nächste CeBIT findet vom 2. bis 6. März 2010 statt. In diesem Jahr war die Zahl der Besucher wegen der Wirtschaftskrise im Vergleich zum Vorjahr um knapp 20 Prozent auf etwa 400.000 gesunken. Spanien will rund eine Million Euro in seine Beteiligung investieren und mit etwa 50 Ausstellern in Hannover dabei sein. Bei der Prognose der Gesamtausstellerzahl gaben sich die Messeveranstalter vorsichtig, da die Aussteller dazu neigten, kurzfristig zu buchen. Auf dem Messegelände in Hannover sollen kommendes Jahr Leerflächen vermieden werden. Die Hallen 26 und 27 sollen wegfallen. Die genutzte Ausstellungsfläche soll aber nicht schrumpfen, indem bisher leere Bereiche genutzt werden und umverteilt wird. Die Deutsche Telekom zieht beispielsweise von Halle 27 in Halle 4.

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(anw)