US-Gericht stoppt Gesetz zum Verbot gewalttätiger Spiele
US-Bezirksrichter Robert Lasnik hat das Verkaufsverbot fĂĽr Spiele, in denen Gewalt an Polizisten erkennbar ist, an Jugendliche unter 17 Jahren per einstweiliger VerfĂĽgung blockiert.
US-Bezirksrichter Robert Lasnik hat am gestrigen Donnerstag per einstweiliger Verfügung das Verkaufsverbot für gewalttätige Spiele an Minderjährige zurückgestellt. Das Gesetz, das zum 27. Juli in Kraft treten sollte, drohte Einzelhändlern eine Strafe von bis zu 500 US-Dollar an, falls sie Spiele, in denen Gewalt gegen Polizisten erkennbar ist, an unter 17-Jährige verkaufen. Dies geht aus US-Medienberichten hervor.
"Die Antragsteller haben gravierende Einwände gegen die Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes erhoben", schrieb Lasnik in seinem Urteil. Doug Lowenstein, Präsident des Antragstellers Interactive Digital Software Association (IDSA), begrüßte die richterliche Entscheidung. Sie sei ein Eingeständnis, dass Spiele, wie auch Musik und Filme, eine Form freier Rede darstellen: "Das Gericht hat deutlich gemacht, dass die Regierung mit Widerstand rechnen muss, wenn sie die Meinungsfreiheit einschränken will."
Die demokratische Abgeordnete Mary Lou Dickerson, die fĂĽr das Gesetz verantwortlich ist, glaubt, dass die einstweilige VerfĂĽgung kaum Einfluss auf dessen endgĂĽltige EinfĂĽhrung haben wird. Sie hatte schon frĂĽher zu verstehen gegeben, dass jeder Blockierungsversuch nur von vorĂĽbergehender Wirkung sein werde. (ola)