ASML entlässt erneut
Bei 329 Millionen Euro Umsatz schrieb der niederländische Chiphersteller-Ausrüster im vergangenen Quartal rote Zahlen.
Das vergangene Quartal wird die niederländische ASML Holding N.V. wohl am liebsten vergessen wollen. Das Unternehmen, einer der weltweit größten Hersteller von Lithografie-Geräten für die Halbleiter-Chipherstellung, musste einen Nettoverlust von 64 Millionen Euro verbuchen. Im Vergleichsquartal des Vorjahres gab es noch 40 Millionen Euro Gewinn. Zudem waren die Analysten mit etwa 40 Millionen Euro von weniger Verlusten ausgegangen.
Durch die anhaltend schwierige Situation sieht sich das Unternehmen erneut zu Entlassungen gezwungen. Von den derzeit 5200 Mitarbeitern müssen 550 gehen. Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatte ASML den Abbau von 1450 Arbeitsplätzen angekündigt. Doug Dunn, CEO und Präsident des niederländischen Unternehmens, meint zwar in Übereinstimmung mit anderen Halbleiterunternehmen, die Talsohle der wirtschaftlichen Entwicklung sei dieses Jahr erreicht, aber der Aufschwung sei nicht abzusehen. (anw)