Fast 30 Millionen Online-Konten in Deutschland
Immer mehr Bankkunden nutzen zur KontofĂĽhrung das Internet, teilt der Bundesverband deutscher Banken mit.
Offenbar ungeachtet der lauernden Gefahren durch schlecht gesicherte Zugänge, verzeichnet der Bundesverband deutscher Banken (BdB) ein starkes Wachstum der online geführten Konten auf mittlerweile 30 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahr entspreche das einer Steigerung um 50 Prozent. Vom Jahresende 2000 bis Ende 2001 habe sie nur rund 30 Prozent betragen. Seit Ende 1998 hat sich damit die Zahl der online geführten Konten nach Angaben des BdB vervierfacht.
Dabei seien die privaten Banken nach wie vor MarktfĂĽhrer: 12,4Â Millionen Online-Konten bedeuteten fĂĽr sie knapp 42Â Prozent Marktanteil. Die Sparkassen folgten nach eigenen Angaben mit einer stark gestiegenen Gesamtzahl von 11,1Â Millionen Online-Konten und einem Marktanteil von rund 38Â Prozent. Volks- und Raiffeisenbanken fĂĽhrten nach Angaben ihres Verbandes inzwischen rund 4,8Â Millionen Online-Konten (entsprechend gut 16Â Prozent), die Postbank 1,3Â Millionen Konten (entsprechend 4,5Â Prozent).
Neben Kontostandsabfrage und der Ausführung von Inlands- und Europaüberweisungen gehöre auch die Einrichtung von Daueraufträgen zum Online-Standard-Service, so der BdB weiter. Vielerorts ließen sich sogar Kreditanträge online stellen. Auch Online-Brokerage, also der Kauf und Verkauf von Wertpapieren via Internet, gehöre zum selbstverständlichen Angebot im Netz. Alle online durchgeführten Transaktionen seien darüber hinaus gewöhnlich günstiger als in der Filiale.
Noch im April warnte die Stiftung Warentest, wer sich mit dem Internet nicht auskenne, solle vom Online-Banking besser die Finger lassen. Auf derlei Bedenken reagiert der BdB mit einer Broschüre zum Thema Online-Banking-Sicherheit, das Lernwillige sich als PDF von deren Homepage besorgen können. Alternativ kann man sich die Broschüre in gedruckter Form neben anderen Verbraucher-Infos online bestellen. (ola)