VW Golf Variant mit 140-PS-Diesel
Rund ein Jahr nach dem Start des VW Golf VI bringt Volkswagen nun die Kombiversion an den Start. Das Facelift umfasst nicht nur eine angepasste Optik, sondern auch neue Common-Rail-Diesel
- rhi
Düsseldorf, 13. Oktober 2009 – Lange überließ VW der Konkurrenz das Geschäft, insbesondere Opel mit dem Kadett Caravan. Es lag wohl daran, dass Volkswagen seinerzeit den Passat Variant nicht gefährden wollte, doch für die dritte Generation des Golf hatten die Oberen dann ein Einsehen. 2008 wurden etwa 95.000 Exemplare des Golf Variant zugelassen, damit ist VW der Konkurrenz enteilt. Die neueste Ausgabe ist gewissermaßen ein Kompromiss aus Golf V und Golf IV, was den Kunden aber egal sein kann, denn eine echte Neuentwicklung ist der Golf VI ohnehin nicht. Wir haben uns einen Eindruck verschafft, was der Neue trotzdem besser kann als sein Vorgänger.
Aufgefrischte Optik
Mit dem Wechsel von Golf Nummer fünf zu Nummer sechs im Herbst 2008 stand der in Mexiko gebaute Variant plötzlich zwischen den Stühlen. Einen neuen Kombi zu konstruieren, wäre zu teuer gewesen, denn das aktuelle Modell kam erst im Sommer 2007 auf den Markt. Also behalf man sich bei VW mit der klassischen Methode des Facelifts. Der jetzt 4,53 Meter lange Golf Variant legt sein Chromlätzchen ab und bekommt das Gesicht des aktuellen Sechser-Golf mit schwarzem horizontalen Grill. Am Heck fallen die Änderungen weniger auffällig aus: Die Rückleuchten hat VW minimal modifiziert, der Stoßfänger ist nun auch im unteren Bereich komplett in Wagenfarbe lackiert.
VW Golf Variant mit 140-PS-Diesel (20 Bilder)

Mit neuem Gesicht: VW frischt den Golf Variant auf.
Nobleres Ambiente
Im Innenraum hat sich ebenfalls einiges getan: Hier kommt ab sofort das Armaturenbrett des Golf VI zum Einsatz. Damit wirkt das Ambiente noch ein Stückchen hochwertiger, so fällt aber auch der schlichte und kratzanfällige Kunststoff der Armauflagen in den Türen umso mehr auf. Die Bedienungselemente geben keine Rätsel auf, beim Blick auf die Mittelkonsole entdecken wir die vom Sechser-Golf bekannte Klimasteuerung und ein Touchscreen-Navi. Je nach Ausstattungslinie sind die Knöpfe in Metall ausgeführt. Mattes Chrom um die Ausströmer schmeichelt dem Auge, ein großes Panorama-Schiebedach lässt viel Licht hinein. Erstmals sind eine automatische Einparkhilfe und eine Rückfahrkamera erhältlich.
Platz für die Familie
Beim Raumangebot kann der Golf Variant nach wie vor überzeugen, auf den Sitzen finden vier Personen bequem Platz. Einzig groß gewachsene Fahrer kommen im Fußraum schnell mit der Mittelkonsole in Kontakt. Der Kofferraum bietet genügend Kapazität für Transportaufgaben: Im Normalzustand beträgt das Volumen 505 Liter, bei umgeklappter Rücksitzbank können bis zu 1495 Liter unters Dach gestapelt werden. Praktisch: Nach dem Umklappen entsteht keine Stufe, zudem warnt ein Signal den Fahrer, wenn eine Lehne nach dem Wiederaufrichten nicht richtig eingerastet ist. Für noch mehr Variabilität bietet VW einen umklappbaren Beifahrersitz und einen doppelten Ladeboden. Letzterer empfiehlt sich, weil damit die innen liegende Ladekante fast beseitigt wird.