Lufthansa Systems betreut IT-Infrastruktur der DekaBank

Die Lufthansa-Tochter, zu deren Kunden bereits die Commerzbank gehört, kann einen neuen Outsourcing-Deal bei deutschen Banken für sich verbuchen.

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  • JĂĽrgen Kuri

Noch ein Outsourcing-Geschäft bei deutschen Banken: Die DekaBank wird ihr Computernetzwerk künftig von Lufthansa Systems betreuen lassen. Der zunächst über fünf Jahre laufende Vertrag hat ein Volumen von 85 Millionen Euro. Er umfasst neben den Client-Server-Systemen auch die Telekommunikation, wie der zuständige Vertriebsleiter Jens Habler am Montag in Kelsterbach gegenüber dpa mitteilte. Zu den Kunden der Lufthansa-Tochter gehört bereits die Commerzbank. Die Deutsche Bank hatte vergangenes Jahr mitgeteilt, den Betrieb ihrer europäischen Rechenzentren an IBM auszulagern.

Derzeit würden viele Firmen ihre IT-Struktur, die nicht zu ihrem Kerngeschäft zähle, auslagern, sagte Habler. Dadurch seien flexiblere und schnellere Abläufe möglich. Der Computer-Dienstleister Lufthansa Systems arbeitet überwiegend für die Lufthansa. Das 1995 gegründete Unternehmen hat derzeit rund 4200 Mitarbeiter. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 557,4 Millionen Euro. Lufthansa Systems ist auch an der Realisierung des Internet-Zugangs in Lufthansa-Maschinen beteiligt.

Für die Kunden der DekaBank, eines der großen Finanzdienstleister der Sparkassen, würden sich keine Änderungen ergeben, hieß es weiter. Von der Auslagerung sind insgesamt 500 Computer-Systeme betroffen, die künftig an zwei Standorten in Kelsterbach und in Offenbach betrieben werden. Innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe gibt es eigentlich einen eigenen IT-Dienstleister: Mit rund 2500 Mitarbeitern und einem Umsatz von 700 Millionen Euro ist der Anfang 2003 als FinanzIT gebildete Konzern der größte Informationstechnologie-Dienstleister und Systemintegrator für Sparkassen und Landesbanken. (jk)