AT&T Wireless will UMTS-Termine einhalten

Der US-Mobilfunkkonzern, der eine unerwartet hohe Zahl neuer Kunden verzeichnete, bestellte UMTS-Equipment bei Ericsson und Nortel Networks.

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Von
  • JĂĽrgen Kuri

Die Termine für den Start des eigenen UMTS-Netzes will AT&T Wireless, einer der größten Mobilfunkprovider in den USA, unbedingt einhalten: Immerhin müsste man sonst rund 6 Milliarden US-Dollar an NTT DoCoMo, den japanischen Mobilfunkkonzern, zurückzahlen. Diesen Betrag überwies NTT DoCoMo an die Amerikaner, als sie vor einiger Zeit eine Beteiligung an AT&T Wireless erwarben -- unter anderem, um ihrem Handy-Internetdienst i-mode auch den US-Markt zu erschließen. Bedingung für die Investition: Bis zum 31. Dezember muss das UMTS-Netz von AT&T Wireless starten. Nun soll der Einkauf entsprechender Infrastruktur-Einrichtungen bei Nortel Networks und Ericsson die Einhaltung dieses Zeitplans gewährleisten. Die beteiligten Firmen gaben aber nicht bekannt, welchen finanziellen Umfang das Geschäft hat.

AT&T Wireless ist seit einiger Zeit dabei, im eigenen Mobilfunknetz weitgehend GSM einzuführen und setzt dabei auch auf EDGE. Insgesamt konnte der drittgrößte Netzbetreiber in den USA sich im abgelaufenen Quartal über einen unerwartet hohen Kundenzulauf freuen: 446.000 Kunden kamen dazu, im gleichen Quartal des Vorjahrs betrug der Zuwachs noch 283.000 Kunden. AT&T Wireless hat damit nun 21,5 Millionen Kunden. Zwar konnten Konkurrenten wie Nextel oder Cingular mehr neue Kunden gewinnen, doch AT&T Wireless stört dies angeblich nicht: "Jeder in der Branche weiß, wie man Kunden gewinnt. Die Frage ist: Bekommt man profitable?", meinte Joseph McCabe, Finanzchef der Firma, auf entsprechende Nachfrage des Wall Street Journal.

McCabes selbstgestellte Frage glaubt AT&T Wireless bejahen zu können: Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (ARPU, average revenue per user) stieg im Jahresvergleich von 60,40 auf 60,60 US-Dollar; im Vorquartal lag er nur bei 58,70 US-Dollar. Der Konzernumsatz lag im zweiten Quartal bei 4,18 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 6,3 Prozent. Der Nettogewinn lag bei 228 Millionen US-Dollar. (jk)