US-Kongressabgeordneter bringt Gesetzesvorschlag gegen Tauschbörsen ein

Der "P4 Act" des US-Kongressabgeordneten Joe Pitts sorgt fĂĽr Wirbel, da er laut Titel das "Verbot des Vertriebs von Peer-to-Peer-Software" zum Ziel hat.

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Kaum hatte der Kongressabgeordnete Joe Pitt seinen Gesetzentwurf vorgelegt, ging ein Aufschrei der Entrüstung durch die Peer-to-Peer-Gemeinde. Der Entwurf, der unter der Nummer HR2885 in den US-Kongress eingebracht werden soll, trug den provozierenden Titel "To prohibit the distribution of peer-to-peer file trading software in interstate commerce" -- doch vom geplanten "Verbot des Vertriebs von Tauschbörsen-Software ist auf der Homepage des Abgeordneten keine Rede.

Folgt man Pitts Darstellung, soll das Gesetz vor allem dem Jugendschutz dienen. Auf seiner Abgeordneten-Homepage firmiert es denn auch unter dem Titel "Protecting Children from Peer-to-Peer Pornography" (P4 Act). Ziel ist demnach, Kinder und Jugendliche vor pornographischen Inhalten zu schützen, die in Tauschbörsen gehandelt werden: "Millionen von Menschen nutzen P2P-Dienste -- etwa vierzig Prozent von ihnen sind Kinder", so Pitts "Leider nutzen auch Pädophile und Pornographen diese Netze um ihre Inhalte zu verbreiten."

Der P4 Act soll verhindern, dass Minderjährige freien Zugriff auf P2P-Software erhalten. Tauschbösren-Software dürfte demnach nicht mehr ohne einen Alters-Check zum Download angeboten werden. Zudem fordert Pitts, dass Eltern technisch die Möglichkeit erhalten, die Installation von Tauschbörsen-Clients auf einem Computer zu blockieren. (sha)