Deutsche Bank plant Auslagerung von weiteren IT-Arbeitsplätzen

Von den Plänen könnten 5500 IT-Mitarbeiter betroffen sein, heißt es in einem Zeitungsbericht.

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Die Deutsche Bank plant offenbar, in den kommenden zweieinhalb Jahren bis zu 5500 Arbeitsplätze an externe Dienstleister auszulagern oder in Niedriglohn-Länder zu verlagern. Dies berichtet Die Welt aus eingeweihten Kreisen. Bis Ende des Jahres 2005 könnte rund die Hälfte der 10.800 Arbeitsplätze im Bereich Global Technology and Operations (GTO) von dem Umbau betroffen sein. Auch seien 2000 externe Mitarbeitern von der Neuorganisation betroffen.

Die Deutsche Bank wollte die Pläne laut dem Bericht nicht kommentieren. Der zuständige Deutsche-Bank-Vorstand, Hermann-Josef Lamberti, sagte demnach, dass "jeder einzelne Prozess, der in der Bank abläuft, auf den Prüfstand gestellt" wird. Bislang seien 70 Prozent der GTO-Beschäftigen an "Hoch-Kosten-Standorten" wie Frankfurt am Main, London oder New York tätig. Betroffen seien vermutlich auch die IT-Spezialisten in Eschborn bei Frankfurt.

Ende 2002 hat die Deutsche Bank bereits einen Outsourcing-Vertrag mit IBM geschlossen. Danach hat die Bank ihre Rechenzentren in Kontinentaleuropa an den US-Computerriesen ausgelagert. Der Vertragswert beträgt 2,5 Milliarden Euro, betroffen waren etwa 1000 Mitarbeiter. Die Unternehmensberatung Accenture soll die IT-Unterstützung des gesamten Personalbereiches übernehmen. Auch der Einkauf soll von externen Dienstleistern übernommen und weltweit zentralisiert werden. Hier gilt ebenfalls Accenture als Favorit, heißt es in dem Zeitungsbericht. (anw)