RIM stellt Nachfolger des Blackberry Storm vor
Der Storm 2 kommt mit WLAN, einem ĂĽberarbeiteten Touchscreen und Multitouch-Funktionen.
E-Mail-Spezialist Research in Motion bringt mit dem Storm 2 ein Update seines ersten Touchscreen-Modells Blackberry Storm . Beim auch als 9520 bezeichnete Gerät haben die Kanadier scheinbar auf das Feedback der Kunden reagiert: WLAN nach den Standards 802.11b/g ist integriert, der klickbare Touchscreen ist verschwunden und auch Multitouch-Funktionen haben Einzug im Betriebssystem gehalten. So soll man etwa zwei Tasten der Bildschirmtastatur gleichzeitig drücken können, um einen Großbuchstaben einzugeben. Multitouch-Gesten, etwa zum Vergrößern einer Webseite im Browser, sind damit jedoch nicht möglich. Den Klick-Touchscreen – dabei drückte man den gesamten Touchscreen ein kleines Stück in das Gerät herein – hat RIM durch ein elektronisches System ersetzt, das dem Anwender ein taktiles Feedback bieten soll, nähere Erklärungen stehen noch aus.
Den Rest der Hardware hat RIM nur behutsam verbessert: Das HSDPA-Modem verbindet sich nun mit 3,6 MBit/s mit dem Internet, weiter stehen die Funktechniken EDGE und Bluetooth (2.1+EDR) bereit. Der interne Speicher vergrößert sich von einem auf zwei Gigabyte und lässt sich mittels micsoSDHC-Karten um bis zu 32 Gigabyte erweitern. Größe und Gewicht bleiben fast gleich; die Kamera knipst Bilder weiterhin mit einer Auflösung von drei Megapixeln, Video-Aufnahmen sind im QVGA-Auflösung möglich. Für die Audio-Ausgabe steht neben einer 3,5-mm-Klinkenbuchse das Bluetooth-Profil A2DP zur Verfügung.Die Auflösung des Touchscreens beträgt weiterhin 480 × 360 Pixel, ein Sensor sorgt für eine automatische Umschaltung zwischen Quer- und Hochformat.
Das neue Touchscreen-Modell wird das erste Blackberry-Smartphone mit der neuen Version 5 des Betriebssystems werden. In Kombination mit dem ebenfalls für diesen Herbst angekündigten Blackberry Enterprise Server 5.0 soll es die Möglichkeiten bisheriger Blackberrys erweitern und unter anderem folgende Funktionen bieten: E-Mail-Nachrichten mit der aus Microsoft Outlook bekannten Funktion zur Nachverfolgung kennzeichnen, Postfachordner direkt vom Endgerät aus anlegen, bewegen, öffnen und löschen sowie Dateianhänge öffnen, die an Besprechungsanfragen oder Kalendereinträgen hängen. Kommt IBMs Lotus Domino zum Einsatz, sollen Blackberry-Anwender Terminanfragen an andere User übertragen können.
Das Storm 2 soll noch in diesem November auf den Markt kommen, in Deutschland übernimmt Vodafone exklusiv den Vetrieb. Ein Preis für das Gerät steht noch nicht fest. Für den Blackberry Storm hatte Vodafone eine "InternetMessaging StartAutomatik" eingeführt: Neukunden können damit ohne Kostenfalle 30 Tage lang testen, welcher Messaging-Tarif zu ihrem Nutzungsverhalten passt. (ll)