Netgear ist an der Börse

Die ehemalige Bay-Networks- und Nortel-Tochter, spezialisiert auf Netzwerkhardware für kleine Unternehmen und Heimanwender, hat den verschobenen Börsengang nun nachgeholt.

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Eigentlich wollte das Nortel-Spin-off Netgear bereits im Jahr 2001 an die Börse. Daraus wurde erst einmal nichts, der Gang wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Diese ist nun vorbei. Der Netzwerkspezialist wird nach einer Erstemission von 7 Millionen Stammaktien für je 14 US-Dollar an der Nasdaq-Börse unter dem Kürzel NTGR gehandelt. Die Nettoeinnahmen aus dieser Emission sollen rund 98 Millionen US-Dollar ergeben. Das Unternehmen gewährt den Zeichnern eine 30-Tage-Option für den Erwerb weiterer 1.050.000 Aktien zum Erstemissionspreis. Nach dem gestrigen Handelsschluss an den US-Börsen liegt der Kurs der Aktie bei 17,69 US-Dollar.

Netgear ist als Marke der früheren Bay Networks seit 1996 im Bereich Netzwerkhardware für kleine Unternehmen und Heimanwender tätig. Zur Produktpalette gehören unter anderem Netzwerkkarten, Hubs, Switches und Server-Zubehör. 1998 wurde Bay Networks und damit auch Netgear von der kriselnden Netzwerkfirma Nortel, einem der führenden Ausrüster am Telecom-Markt, aufgekauft. Seit März 2000 agiert Netgear unabhängig am Markt, doch der Mutterkonzern Nortel hält noch lange Zeit eine Mehrheitsbeteiligung. Der Börsengang 2001 fiel wegen der "allgemeinen Lage am neuen Markt" aus; Anfang 2002 trennte sich Nortel dann von seinen letzten Anteilen an der Firma. (anw)