Weiterer Erfolg fĂĽr Motorola im Streit um Uzan-Kredite
Die türkische Unternehmerfamilie Uzan soll den Großteil eines Kredits von Motorola und Nokia für private Zwecke genutzt haben, was ein US-Gericht als Betrug auslegte und auf Entschädigung entschied.
Die Unternehmerfamilie Uzan, die Motorola und Nokia zu unlauteren Zwecken um Geldbeträge in Milliardenhöhe erleichtert haben soll, hat eine weitere Niederlage erlitten. Das Schweizer Bundesgericht hat vier Beschwerden von Mitgliedern der türkischen Familie gegen vorsorgliche Kontensperrungen abgewiesen.
Die Uzans hatten sich laut dem Entscheid eines US-Gerichts unter dem Vorwand, ein Funknetzwerk in der Türkei aufbauen zu wollen, von Motorola und Nokia mehr als zwei Milliarden US-Dollar erschlichen. Tatsächlich, so stellte der Richter in der vergangenen Woche fest, hätten die Uzans aber einen Großteil der Summe für ihren verschwenderischen Lebensstil aufgebraucht und damit in betrügerischer Absicht gehandelt. Das US-Gericht verurteilte die Unternehmerfamilie auf Rückzahlungen und Entschädigungen in Höhe von über vier Milliarden US-Dollar.
Die Lausanner Richter stützen nun mit ihrer Entscheidung eine Kontensperrungsverfügung, die geschätzte 800 Millionen US-Dollar aus dem Privatvermögen der Uzans einfrieren sollte. (ola)