Softwarepiraterie in den USA rückläufig

Die Softwarepiraterie-Rate ist in den USA zwar um zwei Prozent zurückgegangen, der finanzielle Schaden sei aber größer geworden, meint die Business Software Alliance.

vorlesen Druckansicht 126 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Der Anteil illegaler Programme unter der verbreiteten Software ist in den USA 2002 gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozentpunkte auf knapp 23 Prozent zurückgegangen. Das hat der Interessenverband der Softwareindustrie Business Software Alliance (BSA) mit Hilfe der Marktforscher von IPR herausgefunden. Softwarepiraterie habe dennoch weiterhin einen schädlichen Effekt auf die Softwareindustrie und die Wirtschaft. Die BSA meint, sie koste dem Staat 2002 1,9 Milliarden US-Dollar gegenüber 1,8 Milliarden US-Dollar. Das entspreche 105.000 Arbeitsplätzen.

Die Entwicklung in den USA entspricht dem globalen Trend, den die BSA kürzlich von IPR feststellen ließ. Robert Holleymann, Präsident und CEO der BSA, findet den Schwund der Piraterie-Rate zwar ermunternd, aber es gebe weiterhin noch einen nicht akzeptablen Anteil illegaler Software. Den Rückgang führt er auf gesteigerte Aufklärungsarbeit zurück. Unter den US-Bundesstaaten war Illinois mit 13,4 Prozent im vergangenen Jahr derjenige mit der geringsten Piraterie-Rate. Darauf folgen Michigan, Ohio, Indiana und New York. Den größten Rückgang bei der Rate der illegalen Software weist Louisiana auf, wo sie um 14 Prozentpunkte auf 44,6 Prozent zurückging. (anw)