Kofler erhöht eigene Anteile an Premiere
Der Geschäftsführer des Pay-TV-Senders wird somit zweitgrößter Anteilseigner.
Georg Kofler erhöht seinen Anteil am Pay-TV-Sender Premiere auf 20,46 Prozent. Dazu erwirbt der Premiere-Geschäftsführer 10,37 Prozent vom Mehrheitsgesellschafter Permira und wird somit zweitgrößter Anteilseigner, die Anteile der Banken bleiben unverändert (Die Bayerische Landesbank und die HypoVereinsbank halten jeweils 10,00 Prozent, die österreichische Bank für Arbeit und Wirtschaft (BAWAG) 3,50 Prozent). Auch Anteile der weiteren Gesellschafter bleiben unverändert: Mit jeweils 0,64 Prozent sind Michael Börnicke, Geschäftsführer Finanzen, und Hans Seger, Geschäftsführer Programm, an Premiere beteiligt.
Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart. Den Erwerb der neuen Anteile finanziert Kofler nach eigenen Angaben vollständig aus eigenen Mitteln. Wettbewerbs- oder medienrechtliche Einwände werden seitens der Premiere-Geschäftsführung nicht erwartet.
"Ich halte Premiere für eines der chancenreichsten Medienunternehmen in Europa", sagte Dr. Georg Kofler. "Abo-Fernsehen ist ein vielversprechender Zukunftsmarkt, gerade in Deutschland. Die schon jetzt spürbare, dynamische Entwicklung zum digitalen Fernsehen wird Premiere weitere Perspektiven eröffnen." Nach der Sanierungsphase der vergangenen zwölf Monate, so Kofler weiter, sei Premiere auf Kurs in die Gewinnzone. Dies werde durch die Bilanz des 1. Halbjahres 2003 bestätigt. Premiere hatte am Mittwoch für die ersten sechs Monate des Jahres einen Umsatzanstieg um 26 Prozent auf 471 Mio EUR berichtet. Der operative Verlust (Basis: EBITDA) verringerte sich um 94 Prozent auf 15 Mio EUR im Vergleich zum 1. Halbjahr 2002. Die aktuelle Abonnentenzahl liegt nach Unternehmensangaben bei 2,7 Millionen (tol)