ce Consumer kämpft mit der Chip-Krise
Der Chiphändler ce Consumer steckt weiter in den roten Zahlen.
Auch der lange Schatten von Erich Lejeune, der sich gerne als der deutsche Entrepeneur schlechthin verkauft, hilft dem Chiphändler ce Consumer momentan anscheinend nicht viel: Die Firma steckt weiter in den roten Zahlen. Lejeune zeigte sich zwar bereits zu seinem Abschied als Vorstandsvorsitzender Mitte 2002 von einem Ende der Chip-Krise überzeugt -- doch bei einen Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) im ersten Halbjahr von 2,9 Millionen Euro spürt das einstige Vorzeigeunternehmen des Neuen Markts davon noch nicht viel. Immerhin sind nicht alle Hoffnungen aufgegeben, sank der Verlust doch von 5,3 Millionen im gleichen Zeitraum des Vorjahrs.
Allerdings brach auch der Umsatz im Halbjahr um 22 Prozent auf 138 Millionen Euro ein -- da ce Consumer den Großteil seines Geschäfts auf Dollar-Basis macht, sieht die Firma vor allem Währunsschwankungen als Ursache. Auf Dollar-Basis stieg der Umsatz laut ce Consumer um 6,7 Prozent. Im zweiten Quartal fiel der Umsatz im Jahresvergleich von 80,6 auf 68,3 Millionen; im Vergleich zum Vorquartal (69,6 Millionen) blieb er dagegen nahezu gleich. Der Verlust vor Zinsen und Steuern im zweiten Quartal ging im Jahresvergleich immerhin von 4,1 auf 1,9 Millionen Euro zurück, stieg aber im Vergleich zum ersten Quartal, als er noch 658 Millionen Euro betrug.
ce Consumer hofft nun darauf, dass sich die Prognosen des US-Branchenverbands SIA bewahrheiten, der eine Markterholung im zweiten Halbjahr voraussagte. Wegen reduzierter Lagerbestände soll sich das dann direkt in steigenden Umsätzen niederschlagen. "Die aktuellen Entwicklungen deuten an, dass die längste Krise in der Geschichte der Halbleiterbranche bald zu Ende gehen könnte", hieß es bei ce Conusmer. Neben den steigenden Chippreisen stimmten vor allem die erhöhte Nachfrage nach PCs und Breitbandanschlüssen zuversichtlich. (jk)