Optimismus trotz Verlusten bei Agilent

Rekordverlust ist Folge eines steuerlich bedingten Sondereffekts.

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Von
  • Torge Löding

Agilent, Test- und Messgerätehersteller, hat im dritten Geschäftsquartal 2002/2003 seinen Nettoverlust gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich erhöht -- von 228 Millionen auf 1,56 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 3,28 (0,49) Dollar pro Aktie. Belastet wurde das Ergebnis der Firma, in die Hewlett-Packard seine ehemaligen Abteilungen für Messgeräte und Photonik-Komponenten ausgelagert hat, durch eine steuerlich bedingte Sonderabschreibung in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar.

Abzüglich dieses Einmaleffekts sowie den 99 Millionen Dollar für Restrukturierungen und Abschreibungen hätte der Verlust lediglich 2 Cent pro Aktie betragen. Das Unternehmen erklärt die positive Entwicklung im operativen Geschäft mit Effekten aus dem Kostenkürzungs- und Personalabbauprogramm. So vernichtete der Halbleiterspezialist im vergangenen dreiviertel Jahr rund 2400 Arbeitsplätze und beschäftigte nun Ende Juli nur noch 30.000 Mitarbeiter. Außerdem stiegen die Einnahmen der ehemaligen HP-Tochter im Vorjahresvergleich um acht Prozent von 1,39 Milliarden auf 1,5 Milliarden Dollar.

CEO Ned Barnhart zeigte sich zuversichtlich, dass Agilant bald in die operative Gewinnzone zurĂĽckkehre und erwartet einen Umsatz zwischen 1,5 Milliarden Dollar und 1,6 Milliarden Dollar. (tol)