Deutsche Bank zahlt wegen HP/Compaq-Fusion Strafe
Eine Deutsche-Bank-Tochter muss 750.000 US-Dollar Strafe an die US-Börsenaufsicht zahlen, weil sie im Rahmen der Fusion von Hewlett-Packard und Compaq einen Interessenkonflikt verschwiegen haben soll.
Die Deutsche-Bank-Tochter Deutsche Asset Management Inc. muss 750.000 US-Dollar Strafe an die US-Börsenaufsicht SEC zahlen, gab die Behörde bekannt. Mit der Zahlung beendet die Börsenaufsicht die Untersuchung über das Abstimmungsverhalten der Bank bei der seinerzeit heftig umstrittenen Fusion von Hewlett-Packard und Compaq im Jahr 2002.
Die Bank, die mit rund 17 Millionen HP-Aktien ihrer Kunden für die umstrittene Fusion stimmte, habe einen Interessenkonflikt verschwiegen. Die Investmentabteilung der deutschen Bank habe kurz vor der Fusion für HP gearbeitet und dafür eine Million US-Dollar erhalten, erklärte die SEC. Für den Fall, dass die Fusion gelinge, sollte sie eine weitere Million Dollar bekommen. Die Deutsche Asset Management, die die Aktien betreut habe, wollte zunächst gegen die Fusion stimmen, entschied in letzter Minute aber anders. Dieser Sinneswandel kam nach Überzeugung der SEC nach einem Gespräch mit den Leitern der Investmentabteilung zu Stande. Die SEC wirft der Deutschen Bank vor, diesen Interessenkonflikt gegenüber ihren Kunden verschwiegen zu haben. Die Deutsche Bank akzeptierte die Geldstrafe, wollte zu den Vorwürfen aber nicht Stellung nehmen. (wst)