Siebel-Chef will "Fehlstarts" vermeiden
Der Streit von Siebel und Peoplesoft hat nach Ansicht des Siebel-CEO die Geschäfte verlangsamt.
Tom Siebel, CEO des Spezialisten für Unternehmenssoftware Siebel, bleibt bei der Einschätzung des laufenden Geschäftsjahres vorsichtig. "In den vergangenen drei Jahren haben wir eine Reihe von Fehlstarts gesehen. Das kleinste Ereignis kann den vorgesagten Kurs verändern", beschrieb der Unternehmensgründer die schwierige Wirtschaftslage bei einer Telefonkonferenz. Auch wenn er langfristig davon ausgehe, dass sich der Markt für Business-Software stabilisieren werde, so kann er bei der Einschätzung der aktuellen Lage nur "vorsichtig" bleiben. Problematisch wirke sich der Übernahme-Versuch des Konkurrenten Peoplesoft durch Oracle aus, besonders im Juli habe dieser Vorgang den Absatz von Business-Software verlangsamt, da viele potentielle Kunden einfach verunsichert seien.
Unterdessen kündigte der Vorstand des Unternehmens an, in Folge der Untersuchung der Börsenaufsicht zu möglichen Aktienoptionsmauscheleien bei Siebel, auf der Hauptversammlung einen neuen Vorstand zu benennen, der sich in dem Gremium mit der Frage beschäftigen wolle. Mit dieser Aktion sollen die Aktionäre beruhigt werden, die das damalige Vorgehen kritisiert hatten. In der Sache muss sich sich Siebel auch vor Gericht verantworten. (tol)