Microsoft will mit MSN Premium neue Internetkunden werben

Mit dem neuen Softwarebundle will Microsoft der Konkurrenz wieder Terrain abgraben.

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Von
  • Torge Löding

Der Internet-Zugangsdienst von Microsoft leidet ähnlich wie die Konkurrenz von AOL unter rückläufigen Nutzerzahlen -- auch wenn MSN vor allem durch ein hohes Wachstum Werbeeinnahmen den Umsatz im vierten Quartal um 25 Prozent steigern konnte. Seit Juli bietet das Unternehmen auch in Deutschland sein Bundle MSN 8, dazu gehören ein lernfähiger Spam-Filter, eine Funktion zum Ausblenden von Bildern in E-Mails, eine Kindersicherung sowie ein integrierter Virenschutz. Außerdem sei MSN 8 an keinen Internet-Zugangsprovider gebunden.

In den USA unterhält Microsoft aber Kooperationen mit Verizon, Qwest und Charter Communications, um seinen Kunden ein entsprechendes Angebot unterbreiten zu können. Zum Jahresende soll nun in den USA der speziell für Breitband-Internetnutzer aufgemotzte Dienst MSN Premium in den Handel kommen -- die Betatests dazu sind gestartet. Kosten soll das Produkt nach Unternehmensangaben 9,95 US-Dollar im Monat oder 79,95 Dollar im Jahr. Damit möchte Microsoft der Konkurrenz von AOL und Co. weiter Paroli bieten. Der neue, kostenpflichtige Dienst soll eine nahtlose Integration von MSN in Outlook bringen und es ermöglichen, E-Mails, Termine und Kontakte von überall her mit nahezu beliebigen Zugangsgeräten zu verwalten. Außerdem bietet MSN Premium unter anderem 25 MByte Speicherplatz für E-Mails und mehrere Mail-Adressen; dazu sollen beispielsweise Verbesserungen beim Spam-Filter und bei den Kontrollmöglichkeiten des Internet-Zugangs der Kinder durch die Eltern kommen.

Die aktuelle MSN-Software der Version 8 war in den USA Ende Oktober 2002 mit einem Marketingetat von 300 Millionen US-Dollar gestatet. MSN hatte vor einem Jahr etwa neun Millionen Kunden, mittlerweile hat sich der Kundenstamm aber um rund 400.000 reduziert. (tol)