EVGA: Grafikkarte mit dediziertem PhysX-Grafikchip

EVGA präsentiert als erster Hersteller eine Grafikkarte mit zusätzlichem PhysX-Grafikchip.

vorlesen Druckansicht 126 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Wie erwartet hat EVGA im Rahmen von Nvidias Halloween-Party eine Grafikkarte vorgestellt, auf der neben einem GT200b-Grafikchip einer GeForce GTX 275 zusätzlich eine G92b-GPU arbeitet. Diese ist ausschließlich für PhysX-Berechnungen bestimmt. Als Unterbau dient die Platine einer GeForce GTX 295.

Einen Grafikchip exklusiv fĂĽr PhysX-Berechnungen besitzt die neue Dual-GPU-Grafikkarte von EVGA.

(Bild: EVGA)

Der GT200b-Grafikchip läuft mit 633 MHz, die 240 Shader-Kerne rechnen mit 1296 MHz. Die GPU kann über 448 Datenleitungen auf 896 MByte (1134 MHz) DDR3-Speicher zugreifen. Der "PhysX-Grafikchip" (738 MHz) besitzt 128 Kerne (1836 MHz) und entspricht dem einer GeForce GTS 250. Lediglich das Speicherinterface ist etwas beschnitten: Die 384 MByte fassenden Speicherbausteine (1100 MHz) sind insgesamt über 192 Leitungen angebunden. Je ein sechs- und ein achtpoliger Stromanschluss versorgen die knapp 27 Zentimeter lange Karte.

Um die Wärme abzuführen, kommt der bekannte GTX-295-Referenzkühler zum Einsatz. Über zwei DVI-I-Ausgänge führt die Geforce GTX 275 CO-OP PhysX Edition ihre Bildsignale zu maximal zwei Bildschirmen gleichzeitig. EVGA legt das Spiel Batman: Arkham Asylum bei und veranschlagt die zu DirectX 10.0 kompatible Karte in seinem Online-Shop für 350 US-Dollar .

Derzeit lassen sich nur bei einem Bruchteil der erhältlichen Spiele GPU-beschleunigte PhysX-Effekte optional zuschalten. Prominente Beispiele sind neben Batman: Arkham Asylum auch Mirrors Edge und Sacred 2. Der große Durchbruch ist GPU-beschleunigter Physik noch nicht gelungen, was auch daran liegt, dass Nvidia mit PhysX bis dato sein proprietäres Süppchen kocht und die Schnittstelle nicht für GPUs anderer Hersteller öffnet. AMD hat zumindest in der Vergangenheit die GPU-Spielephysik-Entwicklung verschlafen und will nun mit der OpenPhysics-Initiative die quelloffene Bullet-Physik-Engine auf allen OpenCL-fähigen Grafikprozessoren (und CPUs) lauffähig machen. (mfi)