Ex-WorldCom-Chef plädiert vor Gericht auf "nicht schuldig"
Bernie Ebbers, GrĂĽnder von WorldCom/MCI, musste 50.000 US-Dollar Kaution hinterlegen.
Der Gründer von WorldCom (heute MCI), Bernard J. Ebbers, erklärte bei seinem ersten Auftritt vor Gericht im Verfahren um den größten Bilanzskandal in der US-Wirtschaftsgeschichte, dass er unschuldig sei. Ebbers drohen bei einem Schuldspruch bis zu zehn Jahre Gefängnis und eine Strafe von maximal 10.000 US-Dollar für jeden Betrugsvorwurf. Laut Wall Street Journal hinterlegte der Selfmade-Manager eine Kaution von 50.000 US-Dollar, um der Untersuchungshaft zu entgehen.
Nach einer erneuten Bilanzkorrektur im April umfasst die Bilanzmanipulation eine Summe von elf Milliarden US-Dollar. Ende August hatte der Generalstaatsanwalt von Oklahoma angekündigt, Anklage sowohl gegen Konzern MCI als auch Bernard Ebbers und fünf andere Personen erheben. Zudem wollen die Steuerbehörden von mindestens acht weiteren US-Staaten die MCI-Bücher und -Unterlagen prüfen. Dabei geht es um den Verdacht, WorldCom/MCI habe zu geringe Landessteuern gezahlt. Mittlerweile klagt auch AT&T gegen MCI wegen angeblichen Tarifbetrugs. (tol)