Keine iPhone-Manie in China

Die offizielle Markteinführung des iPhones in China verläuft außerordentlich schleppend. Nach Angaben des Mobilfunk-Providers China Unicom wurden seit Freitag erst 5000 Geräte abgesetzt. Grund dürften unter anderem die hohen Preise sein.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Die offizielle Markteinführung des iPhones in China verläuft außerordentlich schleppend. Nach Angaben des Mobilfunk-Providers China Unicom, der Ende August eine dreijährige Vertriebspartnerschaft mit Apple geschlossen hatte, wurden in den rund 2000 Filialen des Konzerns seit Freitag erst 5000 iPhones abgesetzt. In Nordamerika und Europa war das iPhone 3G im vergangenen Sommer innerhalb von drei Tagen dagegen rund 1 Million Mal über die Ladentheken gegangen. Für China hatten Marktbeobachter zum Start mit rund einer halben Million verkaufter Geräte gerechnet.

Als Gründe für den Fehlstart werden unter anderem hohe Preise und das Fehlen einer WLAN-Schnittstelle des chinesischen iPhone-Modells genannt. Bei China Unicom kostet das iPhone bis zu 7000 Yuan (umgerechnet knapp 700 Euro), die monatlichen Tarifkosten belaufen sich auf bis zu 88 Euro. Graumarkt-Importe ohne Vertrag aber mit WLAN-Funktion können häufig günstiger bezogen werden. Insgesamt soll der nach China Mobile zweitgrößte Mobilfunkprovider im Land 5 Millionen iPhones bei Apple bestellt haben. China Unicom baut derzeit eine eigene 3G-Infrastruktur auf, die bis Ende des Jahres rund 290 Städte in China abdecken soll. (pmz)