Lenovo wieder in den schwarzen Zahlen

Der Computerhersteller Lenovo, der im Jahr 2005 das PC-Geschäft von IBM übernommen hatte, hat nach drei Verlustquartalen hintereinander wieder Gewinne erwirtschaftet. Profitabel arbeitet der Konzern derzeit aber nur im Heimatmarkt China.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der chinesische Computerhersteller Lenovo, der im Jahr 2005 das PC-Geschäft von IBM übernommen hatte, hat nach drei Verlustquartalen hintereinander wieder Gewinne ausgewiesen. In der Bilanz (PDF-Datei) für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2009/10 (Ende: 31. März) steht ein Nettogewinn von 53,1 Millionen US-Dollar (derzeit 35,7 Millionen Euro). Das Ergebnis des Vorjahresquartals (23,4 Millionen Dollar) wurde damit mehr als verdoppelt. In den Gewinn flossen allerdings 38,7 Millionen Dollar aus dem Verkauf von Kapitalanlagen ein. Der Konzernumsatz im Zeitraum Juli bis September sank im Jahresvergleich um 5,2 Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar. Der Rohertrag sackte um 23,9 Prozent auf 433 Millionen Dollar ab.

Operative Gewinne erwirtschaftete Lenovo in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres marktbezogen nur in China, wo bei Umsätzen von 3,7 Milliarden Dollar ein Plus von 198,3 Millionen Dollar anfiel. Der operative Verlust in Schwellenländern (Emerging Markets, 1,1 Milliarden Dollar) belief sich auf rund 56 Millionen Dollar, in Industrienationen (Mature Markets, 2,8 Milliarden Dollar) auf 47 Millionen Dollar. Für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2009/10 rechnet der Konzern angesichts einer stärkeren Fokussierung auf niedrigpreisige Computer und bei gleichzeitig steigenden Komponenten-Preisen mit einem anhaltenden Kostendruck. Eine Erholung im Firmenkunden-Segment wird es nach Einschätzung Lenovos erst in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres geben. (pmz)