Britisches Militär sucht wissenschaftlichen Beistand
Das britische Verteidigungsministerium hat ein unabhängiges wissenschaftliches Expertengremium einberufen, welches das Militär in technisch-wissenschaftlichen Fragen beraten soll. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature.
Das britische Verteidigungsministerium hat erstmals ein unabhängiges wissenschaftliches Expertengremium einberufen, das das Militär in technisch-wissenschaftlichen Fragen beraten soll. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature in seiner Online-Ausgabe. Demnach soll die Gruppe sich im April zu ersten Mal getroffen haben, um über bessere Technologien für den Nachweis radioaktiver Stoffe in Häfen zu diskutieren. Schmuggel von radioaktivem Material oder mögliche terroristische Angriffe sollen so bereits frühzeitig entdeckt werden.
Vorbild für das Gremium ist laut Nature offenbar das sogenannte JASON Defense Advisory Panel – eine wissenschaftliche Beratungsgruppe, die die USA bereits 1960 eingerichtet hatten. Die Gruppe trifft sich typischerweise während der Sommerpause und diskutiert auch über recht ausgefallene Themen wie etwa hochfrequente Gravitationswellen, Bio-Enhancement oder außersinnliche Wahrnehmung. Etwa die Hälfte der Berichte der JASON-Gruppe fällt laut der rüstungskritischen Wissenschaftlerorganisation FAS nicht unter die Geheimhaltung. (wst)