ADAC-Dachboxentest deckt Mängel auf
Der ADAC hat acht verschiedene Dachboxen fürs Auto untersucht und dabei Mängel bei Dichtigkeit und Befestigung aufgedeckt. Die Preise der Testkandidaten liegen zwischen 165 und 360 Euro
- rhi
München, 19. November 2009 – Der ADAC hat sich acht verschiedene Dachboxen fürs Auto ganz genau angesehen. Die Preise der getesteten Zusatzbehälter rangieren zwischen 165 und 360 Euro.
Zu schwache Befestigungsmöglichkeiten
Testsieger wurde die Box Thule Pacific 600, welche vor allem in den Kategorien Fahrtest und Gestaltung überzeugen konnte. Platz zwei belegte die Kamei Delphin 340 K, diese Box überzeugte bei den Fahrtests. Allerdings sind die meisten der acht Kandidaten mit zu schwachen Befestigungsgurten und -laschen ausgestattet. Bei extremen Belastungen wie einem Crash könnten die Gurte an den Befestigungsösen sogar reißen, die Ladung wäre dann nicht mehr sicher.
ADAC-Dachboxentest deckt Mängel auf (6 Bilder)

Der Testverlierer Mont Blanc Vista 380 patzt im Crashtest, das Gepäck schlägt durch die Box.
Nicht immer trocken
Schwächste Box im Test war die Mont Blanc Vista 380, die beim Crashtest mit 30 km/h versagte: Spanngurte rissen, die verstaute Ausrüstung wurde durch die durchgeschlagene Vorderwand auf die Straße geschleudert. Fast alle Boxen zeigten beim Fahrtest unter verschärften Bedingungen gute bis sehr gute Leistungen. Lediglich die Atera Carver und die Thule Ranger fallen hier etwas ab: Diese Dachboxen verrutschten beim Ausweichtest mit 90 km/h um einige Zentimeter. Große Unterschiede gab es beim Regentest: Bei den Boxen Mont Blanc Vista, Neumann Whale und Thule Ranger dringt Wasser in den Innenraum. Bei der faltbaren Thule gelangt zusätzlich das in den Erweiterungstaschen angesammelte Wasser nach einiger Zeit in den Innenraum der Box. In puncto Handhabung haben die teuren Produkte die Nase vorn. Sie bieten unter anderem Schnellverschlüsse für eine einfache Befestigung auf dem Grundträger.