Neuartiges Wellenkraftwerk startet vor Schottland
Statt im Meer sitzen wichtige Komponenten bei einem Flachwasser-Wellenkraftwerk an Land.
Vor der Küste Schottlands soll am heutigen Freitag das erste Flachwasser-Wellenkraftwerk offiziell in Betrieb genommen werden, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Das „Oyster“ genannte Gerät besteht aus zwei Teilen: dem eigentlichen Generator, der am Ufer steht, und einem in etwa 15 Meter Wassertiefe montierten „Offshore“-Modul. An der auf dem Meeresboden befestigten Plattform dieses Moduls ist über ein Scharnier eine Klappe befestigt, die von Schwimmkörpern aufrecht gehalten wird. Die Wellen bewegen diese Klappe und pumpen mit Hife einer Hydraulik Wasser zur Ufer-Einheit, das einen Generator antreibt.
Die Idee, sagt Ronan Doherty, Technikchef des Entwicklungs-Unternehmens Aquamarine Power, sei „so wenig wie möglich bewegliche Teile im Wasser“ zu haben. „Denn vor allem die begrenzten Wartungs- und Reparaturmöglichkeiten bei schlechtem Wetter sind für derartige Anlagen ein großes Problem.“ Deshalb haben die Aquamarine-Ingenieure die Druckwasser-Leitungen von Land aus vertikal in Richtung Meer getrieben, bis sie an der Ankerstelle - an der schottischen Küste ist das in der Regel rund 500 Meter vom Ufer entfernt - wieder aus dem Meeresboden austreten. Das sei „in der Öl- und Gasindustrie ein Standard-Verfahren“.
Mehr zum Thema in Technology Review online:
(bsc)