Bibliographisches Institut: Von der Aktiengesellschaft zur GmbH

Die Berliner Verlagsgruppe Cornelsen, die seit vergangenen Mai Mehrheitseignerin der Muttergesellschaft der Verlage Duden und Meyers ist, will die Kleinaktionäre ausbezahlen und das Unternehmen in eine GmbH umwandeln.

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  • dpa

Das kriselnde Bibliographische Institut will seine Kleinaktionäre auszahlen und zur GmbH werden. Eine wesentliche Hürde dafür wurde am Montag in Mannheim genommen. Wie ein Sprecher mitteilte, stimmten knapp 99,4 Prozent der Aktionäre einer Abfindung zu. Sie soll 95 Euro pro Aktie betragen. Wirtschaftsprüfer haben seinen Angaben zufolge einen Wert von 86,72 Euro ermittelt – diese Summe wurde aufgestockt. An der Abstimmung nahmen rund 60 Aktionäre teil. Bis zum 22. Dezember bleibt nun Zeit, Einspruch zu erheben.

Cornelsen ist seit vergangenem Mai Mehrheitseigner der Muttergesellschaft der Verlage Duden und Meyers. Die Berliner Verlagsgruppe hält inzwischen 97,3 Prozent. Um mehr Freiheiten zu haben, will sie Alleinbesitzer werden und plant eine Umstrukturierung. So wechselt der Düsseldorfer Patmos Verlag im Januar 2010 nach Mannheim, um unter einem Dach mit der Gesellschaft zu agieren. Durch den gemeinsamen Standort sehen die Berliner Potenzial für Marketing und Vertrieb. Nach Verlusten von 32,8 Millionen Euro im Jahr 2008 will die Firmenspitze im laufenden Jahr wieder Gewinn erzielen. (pmz)