SPD-Politiker: Chance für Chipfabrik mit neuem Konzept
Mit neuem Konzept und einem starken industriellen Partner hätte die Brandenburger Chipfabrik nach Ansicht des SPD-Politikers Heiko Müller Chancen.
Mit neuem Konzept und einem starken industriellen Partner hätte die Frankfurter Chipfabrik nach Ansicht des SPD-Politikers Heiko Müller Chancen. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Brandenburger Landtagsfraktion widersprach damit einem Bericht der Berliner Zeitung, wonach er für den Bau der Fabrik in Dubai statt in Frankfurt eintrete. Er sei völlig falsch verstanden worden. Er teilte mit, er halte auch ein neues, verkleinertes Konzept für das Projekt Chipfabrik für notwendig. "Mir geht es um die Stärkung des Standorts Brandenburg."
Mit der Finanzierung der Fabrik befasst sich erneut der Bund-Land- Bürgschaftsausschuss. Der Ausschuss muss über eine 80-prozentige Bürgschaft für einen 650-Millionen-Euro-Kredit für die Fabrik entscheiden. Die Chipfabrik gehört zu den größten Industrieinvestitionen in den neuen Ländern. Ihre Finanzierung ist seit Monaten umstritten. Im Gespräch ist inzwischen auch die Variante einer verkleinerten Fabrik. Ursprünglich sollte das 1,3-Milliarden-Euro-Projekt rund 1.300 Arbeitsplätze bringen. Hauptfinanzier ist das Emirat Dubai.
Ein Gutachten des US-Marktforschungsunternehmens Gartner zur Wirtschaftlichkeit des Projekts liege dem Wirtschaftsministerium in Potsdam und der Betreiberfirma Communicant AG vor. Communicant- Sprecher Wulf Buschardt sagte, das Gutachten müsse mit den Gesellschaftern besprochen werden. Zudem müsse alles durchgerechnet werden. In Frankfurt (Oder) sind rund 6000 Unterschriften für die Chipfabrik gesammelt und vergangene Woche im Kanzleramt übergeben worden. Die Frankfurter CDU legt dennoch weiter Unterschriftenlisten an ihren Info-Ständen aus. "Wir wollen nicht so schnell kampflos aufgeben", erklärte eine Sprecherin des CDU-Kreisverbandes. (dpa) / (jk)