GPGPU-Grafikchipmodul für Waffensysteme

Auch in der Rüstungstechnik sollen GPUs künftig als Co-Prozessoren zum Einsatz kommen, und zwar in Form besonders robuster Module.

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GRA111: GPGPU-Modul mit GeForce GT 240

(Bild: GE Fanuc)

Die auf Embedded Systems auch für Militärtechnik (Defence Electronics) spezialisierte General-Electric-Sparte GE Fanuc stellt den Baustein GRA111 für modulare OpenVPX-Computersysteme vor, der mit einem GeForce-GT-240 -Grafikchip von Nvidia bestückt ist. Die GPU soll hier aber nicht nur Bilddaten ausgeben, sondern auch per CUDA als GPGPU-Co-Prozessor eingebunden werden. 1 GByte DDR3-SDRAM stehen als lokaler Speicher bereit; das Modul GRA111 kann beispielsweise mit dem Single-Board-Computer-(SBC-)Einschub VPXcel3 SBC341 kommunizieren, der mit einem Core 2 Duo und dem Chipsatz GS45 bestückt ist.

OpenVPX-Module passen in robuste Chassis mit OpenVPX-Backplanes.

(Bild: GE Fanuc)

Bei Flug- und Raumfahrzeugen sowie Waffensystemen gelten besonders hohe Anforderungen an die Robustheit und Zuverlässigkeit von elektronischen Komponenten, also auch Computern. Auch in diesem Bereich, wo sonst eher Spezialbauteile zum Einsatz kommen, will man häufiger Standard-Halbleiterbauelemente nutzen, um von deren niedrigen Kosten und rascher Fortentwicklung zu profitieren.

In der US-amerikanischen Rüstungstechnik kommen sonst auch PowerPC-Prozessoren häufig zum Einsatz; die Firma Mercury Computer Systems, die unter anderem OpenVPX-Module mit PowerPC-CPUs oder FPGAs liefert, hat unter anderem auch Co-Prozessormodule mit Cell-B.E.-Prozessoren im Angebot. Raytheon wiederum arbeitet an dem rekonfigurierbaren Monarch-Prozessor. (ciw)