AT&T muss wegen Werbeanrufen Strafe zahlen

Erstmals hat die US-Regulierungsbehörde eine Strafe wegen Direktmarketing-Aktivitäten verhängt.

vorlesen Druckansicht 38 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Torge Löding

Nach dem Willen der US-Regulierungsbehörde für Telekommunikation FCC soll der US-Telecom-Konzern AT&T eine Strafe in Höhe von 780.000 US-Dollar für ungebetene Werbeanrufe zahlen. Damit hat die Behörde erstmals eine Strafe wegen störender Direktmarketing-Anrufe verhängt. Seit vier Wochen gilt in den USA eine Telemarketing-Regelung, wonach Werbeanrufe nur nach ausdrücklichem Einverständnis getätigt werden dürfen. Bislang waren -- wie in Deutschland -- nur "Cold Calls", also Anrufe bei Verbrauchern, die bislang keine Geschäftsbeziehung zu dem Unternehmen hatten, untersagt.

AT&T hat nach Ansicht der FCC gegen das neue Gesetz verstoßen, indem Callcenter-Mitarbeiter mindestens 29 Kunden, die sich kein Direktmarketing wünschten, insgesamt 78-mal angerufen und belästigt hätten; für jeden dieser 78 Anrufe solle AT&T nun eine Strafe von 10.000 US-Dollar zahlen. Zuvor hatten sich etwa 300 Verbraucher bei der Regulierungsbehörde beschwert. Die so genannte "Do-not-Call"-Liste der FCC, in der sich Nutzer eintragen können, die keine Werbeanrufe erhalten wollen, durfte trotz juristischer Auseinandersetzungen um die Liste und die damit verbundene Regelung erst einmal in Betrieb gehen. (tol)